Karibik-LIEBE


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Depression besiegen

19.04.2018

Ich überlege immer, was ich hier im Blog schreiben soll, was genug spannend und inhaltsreich ist und was euch interessieren könnte. Tendenziell schreibe ich dann meistens gar nichts, weil ich immer Angst habe, dass der Inhalt zu wenig fundiert oder spannend sein könnte. Doch nun versuche ich, mehr von mir, meinen Gedanken und meinem Leben hier mit euch zu teilen.

Ich habe mich entschlossen meinen Kampf gegen die Depression öffentlich zu machen in der Hoffnung, dass es dem ein oder anderen irgendwann vielleicht hilft, der meinen Text liest.

Ich bin in einer sehr aussichtslosen Lage ohne jeglichen Hoffnungsschimmer am Horizont. Alle Wünsche und Träume fielen in sich zusammen als Cubano zum x-ten Mal die ganze Grundlage verloren hatte, die wir uns mühsam erarbeitet hatten. In so einer Lage ist es für einen Menschen, der eine depressive Vorgeschichte hat, sehr einfach und schnell geschehen, erneut in ein dunkles Loch zu stürzen.

Doch ich finde auch den Weg wieder hinaus. Und diesen Weg will ich mit euch teilen.

Was bei mir ein bisschen ein Stolperstein darstellte, und wogegen ich jetzt arbeite, ist die Tatsache, dass mir meine Psychiaterin früher in den Sitzungen immer gesagt hatte, dass ich mich unbedingt schonen soll und mich so oft es geht ausruhen soll wegen meinem schlechten psychischen Zustand. Wenn etwas liegen bleibt im Haushalt, soll ich das einfach so belassen und mir selber etwas Gutes gönnen wie ein Bad, ein Buch lesen oder spazieren gehen.

Doch das ist für mich jetzt zu einer schlechten Angewohnheit geworden und mir wurde das erst vor kurzem bewusst. Denn es ist eine gute Ausrede in einer depressiven Phase, alles immer liegen zu lassen, den Haushalt zu vernachlässigen, sich selber vielleicht sogar auch etwas zu vernachlässigen und sich so viel Zeit wie nur möglich zu nehmen um „rumzuhängen“ und „nichts zu tun“. Klar ist das in gewissen Situationen nötig und sinnvoll, jedoch hat es bei mir dazu geführt, es als Ausrede immer wieder zu verwenden um nichts in meinem Leben grossartig anpacken zu müssen. Mein innerer Schweinehund kriegte sozusagen einen Freifahrtschein.

Ich merkte, dass mich das noch viel depressiver gemacht hat. Denn tagtäglich schaute ich meinen immer grösser werdenden Geschirrhaufen in der Küche an, den Wäscheberg, die unerledigte Post, die dicker werdenden Staubschichten.

So kann ich nicht aus meiner Depression ausbrechen. Es ist eine bequeme Ausrede, nichts tun zu müssen und sich im Gegenzug selber etwas zu „gönnen“. Doch schlussendlich habe ich damit meinen Gemütszustand nur schlimmer gemacht. Ich bin jemand, der Ordnung um sich herum braucht. Mich stört es, wenn es unordentlich und dreckig ist. Meine Wohnung soll eine Wohlfühl-Zone für mich sein, ein Ort an dem ich Kräfte tanken kann im besten Fall.

Wenn man depressiv ist, braucht man ein schönes Umfeld, einen ordentlichen und gemütlichen Rückzugsort. Und den hatte ich nicht mehr! Meine Wohnung wurde zu meiner dunklen Depressiv-Höhle und ich konnte mich zwar wunderbar darin verkriechen, aber sie gab mir ein eher bedrückendes Gefühl.

Deswegen habe ich mir auferlegt, trotz meiner Antriebslosigkeit und meinen sehr düsteren Gedanken, zu Hause jeden Tag etwas zu erledigen nach der Arbeit!

(Dazu muss ich anmerken, dass ich trotz depressiver Phase arbeiten gehe. Ich kann glücklicherweise meine Fassade dementsprechend noch aufrecht erhalten. Aber auch für jemanden der depressiv ist und deswegen nicht arbeiten kann und krankgeschrieben ist, sind die Schritte gut anwendbar).

Ja, es ist hart. Und JA, manchmal klappt es einfach nicht. Aber wenn man jeden Tag ein kleines bisschen erledigt, gibt einem das jedes Mal ein klitzekleines Glücksgefühl. Man hat nämlich dann etwas erreicht, OBWOHL es einem so schlecht geht. Man hat sich aufgerafft und hat seinen inneren Schweinehund und die Depression kurzzeitig besiegt und sich ein Stück Freiheit und Unabhängigkeit zurückgeholt!

Es klingt banal und komisch für jemanden, der noch nie an einer Depression gelitten hat. Aber alle, die schon einmal in dieser Situation waren, wissen, wie wichtig es ist so etwas zu fühlen während einer Depression. Dieses kleine Gefühl von ERFOLG, wenn man etwas erledigen konnte und nachher das Ergebnis sieht!

So habe ich angefangen mir jeden Tag etwas vorzunehmen, das ist erledigen will. Meistens habe ich mir im Kopf während des Tages einige Sachen schon überlegt, die ich erledigen könnte, grössere und aber auch kleinere Sachen. Dazu bin ich im Kopf meine ganze Wohnung und alle Utensilien so gut es ging durchgegangen und habe mich gefragt, was mich zur Zeit am meisten stört, woran mein Blick regelmässig hängen bleibt weil es unerledigt oder störend ist und welche Schublade es in meiner Wohnung gibt, die schon lange chaotisch und unaufgeräumt ihr Dasein fristet. Und je nachdem, wie es mir an diesem Tag ergangen war, habe ich abends die grössere Aufgabe oder sonst halt nur eine der kleineren Aufgaben angepackt und erledigt.

Wenn das Depressiv-Monster in euch auch tausend Mal am Tag währenddessen sagt, dass das alles nichts bringt und ihr diesen Effort gar nicht machen müsst weil sowieso alles dunkel und sinnlos ist – versucht dieser Stimme kein Gehör zu schenken. Diese Stimme mischt sich bei mir auch STÄNDIG ein. Aber dank meinen bisherigen klitzekleinen Erfolgen habe ich es jetzt meistens so gut im Griff, dass ich diese Stimme erkenne als das, was sie ist: Ausdruck meiner Depression und keinesfalls die Realität. Deswegen: anerkennen, dass sie da ist – und dann ignorieren 🙂 Klappt mit der Zeit immer ein bisschen besser, habe ich gemerkt!

Beim Aufgaben-Erledigen muss man manchmal 5 gerade sein lassen. Man darf sich auf keinen Fall ein schlechtes Gewissen machen oder sich selber dafür verfluchen, wenn man keine der sich überlegten Aufgaben geschafft hat an diesem Tag! Es soll einem nur positive Gefühle bringen, niemals noch zusätzliche negative!

Wenn man an einem Tag absolut gar nichts schafft, kann man sich selber und seinem Körper etwas Gutes tun, was ebenfalls sehr wichtig ist. Wenn ihr also abends im Bett liegt und deprimiert seid, weil ihr an diesem Tag absolut gar nichts auf die Reihe gekriegt habt, dann macht eine kleine Atemübung. Somit pumpt ihr richtig viel Sauerstoff in eure Zellen und euer Körper wird sich riesig darüber freuen und es euch danken. Dazu atmet ihr tief in den Bauch ein und zählt dazu 4 Takte (in eurem eigenen Takt, wie es euch am wohlsten ist), haltet danach die Luft an für ebenfalls 4 Takte, atmet danach gleichmässig aus in ebenfalls 4 Takten und haltet dann wieder 4 Takte. Danach beginnt das Ganze wieder mit dem Einatmen. Das könnt ihr einige Zeit machen, so lange wie es euch gut tut. Es beruhigt die Gedanken ungemein und entspannt den Geist. Ihr könnt mit dem schönen Gefühl einschlafen, heute etwas Gutes für euren Körper getan zu haben.

Zu den täglichen Aufgaben, die ich mir stelle: Eine kleine Aufgabe kann zum Beispiel sein, eine Schublade auszuräumen, zu putzen und neu einzuräumen. Dabei kann man die Sachen gleich auch neu und besser ordnen und vielleicht sogar das ein oder andere aussortieren.

Denn das ist das zweite, was mir momentan sehr hilft. AUSSORTIEREN! Ich fühle mich mit jedem Teil, das mich und meine Wohnung verlässt so viel freier und leichter! Es ist unglaublich, ich sag es euch!

So haben in den letzten Wochen viele Säcke voller Waren meine Wohnung verlassen, unter anderem Kleider für in die Altkleidersammlung, noch brauchbare Haushaltsartikel für ins Brockenhaus (Secondhand-Laden) und einiges wurde auch auf dem Sperrmüll entsorgt. Doch der grösste Teil meiner Ware fand über Verkaufsseiten im Internet einen neuen Besitzer.

Das Schöne daran ist, dass man teilweise Rückmeldungen der neuen Besitzer erhält, wie gut sie den Artikel gebrauchen können und wie gross ihre Freude darüber ist. Das gibt nochmals eine zusätzliche Genugtuung und ein supergutes Gefühl!

Klar, während einer Depressionen scheinen all diese schönen und positiven Gefühle irgendwie vermindert und gedämpft bei einem anzukommen – doch etwas davon kommt an! Und das gilt es zu geniessen und auszukosten!

Wenn ihr nur wenig Kraft habt und viele Sachen noch darauf warten, fotografiert und ins Internet gestellt zu werden – macht euch keinen Druck! Bei mir war und ist das auch so! Es geht mir meistens viel zu wenig schnell. Es ist frustrierend wenn man jeden Tag nur ein kleines Schrittchen weiterkommt und man die Kiste voller Waren anschaut, die noch darauf wartet verkauft zu werden. Da heisst es nun, geduldig zu sein, nachsichtig mit sich selber und sich einzugestehen, dass alles viel weniger schnell geht als bei einer gesunden Person. Ihr tut jeden Tag was ihr könnt, jeden Tag ein Schrittchen und auch ihr werdet so vorwärts kommen, ich verspreche es euch. GEDULD ist das absolute Schlüsselwort!

Trotz der vielen Sachen, die meine Wohnung verlassen haben, gibt es immer noch genug, das weg sollte. Doch an vielem hängen Erinnerungen. Ich lerne gerade, loszulassen! Eine weitere wichtige Erkenntnis, die eine wichtige Lektion des Lebens für mich darstellt. Loslassen von (unerfüllten) Träumen und Loslassen von schmerzhaften Erinnerungen. Ein schwieriger und doch befreiender Prozess.

Doch geht es mir ja auch teilweise gerade wegen unerfüllten Wünschen, Träumen und Hoffnungen so schlecht. Mein Ziel ist : Loslassen, alte Wunden schliessen, Frieden schliessen mit allem was war, nach vorne schauen. Altes loszulassen und seinen Blick konsequent nach vorne zu richten und sich bewusst zu machen dass nur noch zählt, was IST und KOMMEN WIRD, kann dazu führen, dass sich auch die dunklen Wolken ein kleines bisschen verziehen und man wieder Hoffnung schöpfen kann.

Und etwas loszulassen geht jedes Mal ein kleines bisschen leichter. Deswegen lasst euch nicht unterkriegen oder entmutigen. Ich garantiere euch, dass es auch euch so ergehen wird. Und mit jedem noch so kleinen Teil, das euch und eure Wohnung verlässt, fühlt ihr euch erleichtert und BEFREIT!

Heute einen ganz besonders schlechten und depressiv dunklen Tag? Dann such dir ein einziges kleines Teil in deiner ganzen Wohnung, das du nicht mehr brauchst und von dem du dich trennen kannst/willst. Oder sonst lösche einige alte Fotos auf deinem Handy, die du nicht mehr brauchst, oder alte Emails oder andere Dateien auf deinem PC. Das Ziel bei dieser ganzen Sache ist, dass du für dich das Gefühl hast am Ende des Tages, dass du TROTZ deines sooo schlechten Tages etwas getan hast, das dich einen kleinen aber wichtigen Schritt weiter bringt auf deinem Weg aus der Depression! Du bist einen kleinen Schritt in die RICHTIGE RICHTUNG gegangen, und wenn du das an deinem miesesten Tag kannst, dann kannst du das auch sonst an jedem folgenden Tag. Unterschätze nie die Wirkung einer noch so kleinen Tat!

Tipp für das Ausmisten und Räumen: Am besten stellst du irgendwo in deiner Wohnung eine Kiste auf (mit Deckel! Sonst ist die Gefahr gross, dass man reinlinst und doch wieder etwas rausholt weil man denkt es noch brauchen zu müssen). Sobald du also etwas aussortiert hast das du aus deinem „Dienst“ entlässt, packst du es in diese Kiste.

Es können auch 3 Kisten aufgestellt werden, so habe ich es gemacht. Eine Kiste ist für Dinge, die ich übers Internet versuche zu verkaufen (davon wandern mit der Zeit die Artikel die nicht verkauft werden in die zweite Kiste). Diese zweite Kiste ist nämlich für Artikel, die in den Secondhand-Shop gebracht werden sollen. Die dritte Kiste ist für Kleider, die der Altkleidersammlung übergeben werden. Wichtig ist auch, diese Kisten regelmässig zu leeren und die Sachen an ihren Bestimmungsort zu bringen. Sonst stapeln sich mit der Zeit die Waren in diesen Kisten und bedrücken und belasten einen noch länger als nötig. Bring diese Sachen weg! Es tut jedes Mal SOOO GUT! Gönnt euch dieses Gefühl ab und zu wieder, auch wenn die Kiste vielleicht erst zu einem Drittel gefüllt ist! Egal! Weg damit und Platz und Raum schaffen 🙂

Kisten

Ich habe noch eine vierte Kiste, die ist für Sachen, die ich nach Kuba mitnehmen will. Doch darin stapeln sich schon unendlich viele Artikel und ich kriege sie kaum mehr zu. Da werde ich wohl auch wieder einige Sachen rausnehmen weil ich all diese Dinge dann gar nie in einen Koffer kriege, WENN ich denn irgendwann endlich mal wieder nach Kuba reisen kann.

So, das ist der eine Teil, der dazu breiträgt, meiner Depression die Stirn zu bieten (über andere Bereiche möchte ich ein anderes Mal schreiben). Probiert es vielleicht einmal aus, ich würde mich freuen wenn es euch etwas hilft. Der Weg ist das Ziel.

Hier nochmals die Punkte zusammengefasst:

  1. Sich jeden Tag etwas vornehmen, auch wenn man komplett ohne Kraft und Motivation ist und die ganze Welt schwarz ist. Jeden Tag etwas aufräumen, putzen, entsorgen oder aussortieren.
  2. Aussortieren! (Fast) jeder Mensch in unserer Wegwerf-Gesellschaft hat zu viele Sachen in seiner Wohnung. Schnickschnack, Deko, Geschirr, Kleider, Schuhe… Beginnt diejenigen Sachen auszusortieren, die euch nur belasten und nichts bringen. Sachen, für die ihr immer wieder einen Platz suchen müsst, die ihr immer wieder abstauben müsst – die aber keinen wirklichen Nutzen (mehr) haben in eurem Leben. Seid da ehrlich mit euch und auch mal strikt!
  3. Loslassen! Manchmal ist es Zeit für eine Bestandsaufnahme im Leben. Ja, einiges hat man vielleicht nicht erreicht. Dafür ist man in anderen Bereichen gewachsen, die einem im Moment als „nicht wertvoll“ erscheinen – die aber in Zukunft Wege eröffnen können, von denen man jetzt noch nicht einmal etwas erahnt oder sich erträumen kann. Unerfüllte Träume loszulassen kann erleichternd sein. Ebenso kann es gut tun, Gegenstände in der Wohnung loszulassen und wegzugeben, an denen man zwar hängt, die aber keinen Nutzen mehr haben und einen unbewusst eher erdrücken als erfreuen.

 

Was ich am Schluss anmerken will: eine aufgeräumte Wohnung trägt auch zu einem ruhigeren und klaren Geist bei – ich glaube, es gibt darüber sogar ein Sprichwort (das mir gerade nicht einfällt). Und ich kann das nur bestätigen. Wenn ich in meiner Küche etwas erledigen muss und sie komplett schön aufgeräumt und geputzt ist (was leider immer noch zu selten vorkommt 😦 ), dann merke ich sofort, wie auch mein Geist viel ruhiger und geordneter wird und ich auch um einiges gelassener bin, als in einer chaotischen Umgebung. Und das ist mein Ziel, mich immer so zu fühlen wie in diesen momentan noch sehr seltenen Momenten, in denen ich gelassen bin und meine Gedanken geordnet sind und ich FÜHLE, DASS ICH MEIN LEBEN WIEDER UNTER KONTROLLE HABE!

 

Herzliche Grüße
Cecilia

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Einfach beginnen :)

28.03.2018

Gestern hab ich auf YouTube ein Video gesehen, dass mir so viel neue Power und Antrieb gegeben hat! Deswegen teile ich das sehr gerne mit euch, in der Hoffnung, dass es den einen oder die andere von euch ebenfalls inspiriert 🙂

Ein Mann hatte eine tolle Erfahrung in seinem Leben gemacht und wollte diese mit anderen teilen. Er fragte sich, wo er wohl in einem Jahr stehen würde in seinem Leben, wenn er von dem heutigen Tag an, jeden Tag für ein ganzes Jahr (und dann natürlich darüber hinaus 🙂 ) etwas tut – eine Leidenschaft ausübt oder einen lang gehegten Traum beginnt zu realisieren – und fokussiert und regelmäßig daran arbeiten würde.

Nach einem Jahr stand er an einem komplett anderen Punkt in seinem Leben, hatte seine Leidenschaft zum Beruf gemacht, auf dem Weg viel neues gelernt und konnte kaum glauben, wie viel er in dieser Zeit tatsächlich erreicht hatte und wie glücklich er nun war mit sich und seinem Leben!

In der Message von ihm geht es hauptsächlich darum, EINFACH ZU BEGINNEN! Nicht auf den Tag X zu warten, wenn die Bedingungen besser sind, wenn man diese eine Sache besser beherrscht, perfekt geworden ist darin, wenn man mehr und bessere Ideen hat, wenn man seine Selbstzweifel endlich überwinden konnte, etc., etc. Ihr kennt diese Gedanken sicher selber.

Und ich möchte auch euch jetzt dazu ermutigen, einfach zu beginnen! Der Weg ist das Ziel und wenn man EINFACH MAL beginnt, dann werden sich mit der Zeit von alleine neue Wege eröffnen. Neue Ideen werden sprießen, die Selbstsicherheit nimmt zu. Niemand hat perfekt begonnen, jeder macht seinen Weg und kann nur besser in einer bestimmten Sache werden, wenn er überhaupt erst einmal begonnen hat und sich damit auseinandersetzt! Wenn man Biss zeigt und dran bleibt, dann kann jeder etwas Großartiges leisten in diesem folgenden Jahr und darüber hinaus – davon  bin ich total überzeugt ❤

Mutig voran, ihr Lieben! Ich habe es mir auch zu Herzen genommen.

Herzliche Grüße
Cecilia


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Black saturday

24.03.2018

Heute ist ein echt schlimmer Tag. Einer von den wirklich, wirklich schlimmen. Wo ich den Tag heulend im Bett verbringe. Es gibt nur noch düstere Gedanken. Einige davon wirklich sehr düster.

Aber kein Wunder. Ohne irgendwelche Zukunftsperspektiven. Heute mit Cubano geredet und wir kommen auf absolut keinen grünen Zweig mehr. Ich kann ihm nicht mehr helfen und er hat absolut nichts, womit er sich nochmals etwas aufbauen könnte.

Ich sehe es so langsam ein. Es soll wohl nicht sein, wir hatten nie eine Chance 😦

Ich hasse solche Tage wie der heutige. Da komm ich aus der Abwärtsspirale nicht mehr raus. Und dabei merke ich ja selber, dass ich darin gefangen bin. Mein Gehirn sagt mir, dass es morgen bestimmt besser aussieht und ich das jetzt einfach aussitzen sollte und ruhig bleiben sollte.

Aber ja, selbst der größte Optimist – und zu der Sorte Mensch gehöre ich sowieso überhaupt nicht! – würde bei uns keine Zukunftsperspektive mehr entdecken können.

Und genau heute ist es noch so schönes, sonniges Wetter. Man hat sozusagen nur alleine deswegen schon ein schlechtes Gewissen im Bett zu liegen, weil es so schön hell durch die Fensterläden scheint! Und weil man überall suggeriert bekommt, dass an einem solchen Tag alllllle draußen sind und die Sonne genießen. Alle lachen und sind glücklich…..

Das nervt gerade alles. Ich bin entschlossen, jetzt ins Bett zu gehen, um einfach eine Weile nicht mehr in meinem verhunzten Leben zu sein und mich in eine Traumwelt flüchten zu können.

Gute Nacht.
Cecilia


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Kurzfassung, Chaos im Kopf

23.03.2018

Ich wollte heute unbedingt einen Beitrag schreiben, auf Biegen und Brechen! Da ich keine lange Abhandlung zustande bringe heute und meine Gedanken im Kopf Purzelbäume schlagen und alles durcheinander ist, gibt es für einmal ein bunter Mix aus Telegramm-Stil Nachrichten:

Habe mit Cubano schöne Textnachrichten ausgetauscht heute. Die waren voll mit Verständnis, Liebe, Fürsorge und Zusammengehörigkeitsgefühl. Wunderschön und gab richtig viel Kraft! Selbst in den dunkelsten Stunden können wir uns so gegenseitig immer Kraft schenken. Das ist wirklich etwas besonderes… eine Energie die nicht versiegt und von der man immer Kraft schöpfen kann. Wahnsinn.

Fazit vom heutigen Tag: auch wenn man NICHTS mehr hat im Leben, wenn das ganze Leben regelrecht auseinanderbröckelt, kein Stein auf dem anderen bleibt und es auf jeder nur erdenklichen Ebene im Leben und kracht und poldert – dann hat man immer noch sich selber. Man ist auf sich selber zurückgeworfen. Da kommt die Frage auf: WAS ist man, wenn man nichts mehr hat? Was macht MICH AUS? ICH, ohne die ganzen Maskeraden und Mauern, die sich wohl jeder sorgfältig errichtet im Leben?

Eine schwierige, sehr schwierige Zeit kommt auf mich zu. Werde ich es schaffen? WIE werde ich es schaffen. und als WAS komme ich danach daraus hervor? Ich glaube, ich steche mir ein Tattoo von einem Phönix, wenn ich aus dieser ganzen Misere raus bin 🙂 Der Phönix hat sich aus der Asche erhoben und fliegt strahlend und wunderbar neu erschaffen durch die Lüfte 😀

Ferien im Juni in Kuba fallen wohl ins Wasser. Tja, schön wär’s gewesen. Erstaunlich wie man mit der Zeit immer weniger Ansprüche hat ans Leben. Ich erinnere mich noch sehr gut daran, als ich 2-3 Mal im Jahr in die Ferien ging. Das war „normal“ für mich. Wenn ich nur einmal im Jahr in die Ferien gehen konnte, hab ich schon gejammert! Tja, wach auf im wahren Leben, Prinzessin!

In meinem Kopf schwirren tausend Gedanken… kann kaum einen richtig festhalten, schon kommen die nächsten. Ich sehne mich nach Ruhe und ein bisschen weniger Druck auf den Schultern. Es wird dann bestimmt irgendwann für mich so sein, wie wenn man über eine lange Zeit einen schweren Rucksack getragen hat: wenn man ihn endlich ablegen kann, geht man wie auf Wolken, man fühlt sich leicht und beschwingt. SO werde ich mich dann auch fühlen, wenn mein Leben wieder in besseren Bahnen und ohne diese vielen Probleme verläuft, wie jetzt gerade. Ich freue mich darauf! Ob ich das einmal visualisieren sollte? Mir in Gedanken vorstellen, wie ich dann frei von aller Last hüpfend und leicht durch die Welt spaziere? Ich war bisher eher schlecht in diesem Visualisierungs-Dings, aber es soll ja tatsächlich helfen.

Ich glaube daran, dass jeder Mensch, jedes Lebewesen eine Bestimmung hat im Leben. Deswegen soll ich wohl an diesem Punkt sein, an dem ich jetzt bin. Das beste was ich wohl daraus machen kann, ist, soviel wie möglich zu lernen und mitzunehmen von meiner Situation. Es anzunehmen wie es ist und nach Lösungen und Auswegen zu suchen, anstatt täglich ab den Sorgen und Problemen zu verzweifeln. Mich zu fragen, WIESO ich in dieser Situation bin und WAS ich daraus lernen soll. Ich habe da auch schon einiges erkannt, was ich ohne die Probleme der letzten Zeit niemals für mich entdeckt oder gelernt hätte. Wichtige Sachen über mich und meine Persönlichkeit!

Man wird sehr dankbar für kleine Gesten. Also vermeintlich kleine Gesten! Denn es ist erstaunlich, wie viel man mit einer „kleinen“ Geste bei jemand anderem auslösen kann. Ein Lächeln, ein freundliches Wort, ein Kompliment. Mit etwas ganz kleinem, kann man jemandem den Tag retten. Wieso versuchen wir das nicht alle einmal? Jeden Tag jemandem etwas positives zu sagen oder etwas positive Energie weiterzugeben auf jedwelche Art und Weise.

Mir hat es in der letzten Zeit sehr geholfen, dass ich ein kleines Morgenritual eingeführt habe. Eines, das ich leicht und gut bewerkstelligen kann und das ich nicht nach einigen Tagen schon wieder aufhöre wegen dem inneren Schweinehund. Eine Morgenroutine fühlt sich so an, wie eine kleine Meditation. Die Abläufe sind beruhigend und wirken ausgleichend auf mich. Ich will darüber irgendwann einmal einen Blogbeitrag schreiben. Denn ich denke wirklich, dass das vielleicht noch jemandem helfen kann, so wie es jetzt mir auch hilft. Morgens einigermaßen gut gelaunt aus dem Haus zu gehen, ist schon das A und O vom ganzen Tag 🙂

Liebe Grüße
Cecilia


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Man ist, was man denkt!

17.03.2018

So, selbst WordPress hat etwas gegen meinen neuen Blogbeitrag. Er will mir das Fenster für einen neuen Blogbeitrag einfach nicht öffnen!

So geht es mir schon seit Tagen, alles geht schief, was nur schief gehen kann. Als ob ich das in meiner Situation noch brauchen könnte!!!

Aber auch mein Handy macht frischfröhlich mit in diesem Spiel und meint seit dem neuen blöden Update meines Systems, dass meine Speicherkarte defekt ist. Alle was darauf war, ist weg. Zum Glück war nichts Weltbewegendes darauf.

Achja, auch mein USB Stick hat vor ein paar Tagen plötzlich gemeint, dass er nun wieder komplett leer ist, und neu formatiert werden möchte! Na danke auch! DA hatte ich hingegen etwas Wichtiges darauf, nämlich mein Tagebuch, das ich in einem Worddokument seit Jahren für mich führe. Das letzte Backup davon, hatte ich 2 Wochen vorher gemacht. Also meine ganze jetzige – sehr schwierige – Zeit, die ich dokumentiert und so für mich auch irgendwie versucht habe zu verarbeiten, ist WEG!

Aber ich lasse nicht zu, dass mir das alles meine letzten Kräfte raubt, die ich besitze.

Und ich werde meinen Blogbeitrag so oder so schreiben!!! Merk dir das, liebes WordPress!!! Ich lass mich nicht mehr kleinkriegen oder runterdrücken!

Denn ich habe für mich beschlossen, dass ich in meinen eigenen Möglichkeiten kämpfen werde. So gut, wie ich nur kann und so positiv, wie ich es noch nie zuvor probiert und in Erwägung gezogen habe!

Ich habe diese Menschen immer sehr bewundert, die trotz etlicher Rückschläge immer noch eine positive Einstellung hatten. Die sich aus dem grössten Dreck wieder aufgerappelt haben. Die mit ihrem Schicksal Frieden geschlossen haben und beschlossen haben, das Beste aus ihrer Situation zu machen.

Und ich werde es jetzt auch versuchen. Denn ich sehe nur diesen einen Weg. Den anderen – in meiner Verzweiflung ertrinken und weiterhin monate- oder jahrelang wie ein Häuflein Elend rumzuschleichen – erscheint mir ziemlich brutal und aussichtslos. Es wäre definitiv der einfachere Weg (so verdammt viel einfacher, nicht wahr?)! Aber…. Ich will versuchen stark zu sein! Für mich und Cubano!

Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie oft mein Hirn, während ich diesen Text schreibe, mir schon eingeflüstert hat, dass ich das ja sowieso nicht schaffen werde. Dass ich schwach werde und aufgeben werde. Dass ich meine Ziele sowieso nicht erreichen kann, weil es UNMÖGLICH erscheint. Dass Cubano und ich an einem Punkt sind, an dem es tatsächlich KEINEN Weg mehr gibt.

JA UND? Dann hab ich es wenigstens probiert!!!

Mein wichtigstes Ziel momentan: ganz gesund werden und mein Immunsystem stärken. Ich habe schon viele natürliche Mittel entdeckt, die wirklich der Hammer sind und bin am Austesten, was am besten funktioniert für mich und wie ich diese Mittel am besten zubereiten und einnehmen kann. Denn ich habe einige gesundheitliche Probleme bekommen in den letzten Monaten (ja, wen wundert’s) und möchte diesen in den Hintern treten. Ich will gesund leben und meinen Lifestyle sowie meine alten Gewohnheiten verbessern und den inneren Schweinehund an die kurze Leine nehmen 🙂

Ich habe nicht viel Geld und möchte schauen, ob ich nicht trotzdem alles nötige für mich und meinen Körper tun kann um gesund zu werden – auch mit kleinen Mitteln und wenigen Möglichkeiten. Not macht ja bekanntlich erfinderisch und ich habe schon ein paar Sachen herausgefunden für mich, die ich dann vielleicht einmal mit euch teilen kann. So wird vielleicht irgendwann einmal jemand davon profitieren können 🙂

Wer weiss, vielleicht überrasche ich mich ja selber damit, dass ich endlich einmal eine positive Wendung erfahren darf in meinem Leben!
Denn ich bin der Meinung, dass ich das zu einem gewissen Teil selber in den Händen halte!

Ich werde jeden Tag etwas tun, was mich meinem Ziel ein kleines bisschen näher bringt. Vielleicht bin ich ab und zu motivierter und habe mehr Kraft und Energie. Dann werde ich natürlich mehr tun. Aber mir ist es vorerst wichtig, jeden Tag zumindest ein klitzekleines Stück weiterzukommen.

So werde ich bald nicht mehr an dem Ort stehen, an dem ich jetzt bin. Und die Richtung, ob ich in die gute, positive und gesunde Richtung gehe oder in die entgegengesetzte Richtung, kann ich täglich mit meinem kleinen Schritt neu beeinflussen und den Pfad in die gute Richtung stärken und festigen.

Jeder dieser kleinen Schrittchen entfernt mich mehr von diesem tiefsten aller Punkte, an dem ich jetzt feststecke seit 2 Wochen. Manchmal ist vielleicht auch einfach nur das Stehenbleiben ein kleiner Schritt für mich, weil ich dann nämlich keinen Schritt weiter in meine Verzweiflung und meine dunklen Gedanken und Gefühle gehe. Ich bin darauf gefasst, dass ich anfangs mit ganz kleinen Schritten zufrieden sein muss. Und das werde ich auch sein!

Ich habe im Youtube von einem indischen Doktor etwas sehr gutes gehört, was mich inspiriert hat. Er meinte, dass wir das sind, was wir denken! Das, was wir von uns denken, das werden wir. Wenn jemand uns sagt, wir sollen sofort wütend werden, können wir das nicht. Wenn wir aber an etwas DENKEN, das uns wütend macht, dann werden wir sofort wütend! Wenn uns jemand sagt, wir sollen glücklich sein, dann können wir das ebenfalls nicht und müssen auch da zuerst an etwas Schönes DENKEN – und dann werden wir glücklich.

Sobald mein liebes WordPress funktioniert, werde ich diesen Text veröffentlichen.

Ich wünsche euch allen einen wunderschönen TAG!!! Geniesst das Leben, versucht jeden Tag etwas zu finden, für das ihr DANKBAR sein könnt. Dankbar zu sein für etwas ganz kleines ist so viel schöner und erfüllender als jeden Tag ab seinen Sorgen zu verzweifeln.

Ich werde mir jetzt einen feinen Salat machen mit Quinoa und werde dann ein wenig relaxen vor dem Fernseher. Denn auch das braucht es ab und zu – den Kopf abschalten und den Körper relaxen – trotz aller Probleme und Sorgen, die tagein, tagaus (und auch nachts) in meinem Kopf herumschwirren.

Herzlichst,
Cecilia


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Gedicht

11.03.2018

Ich versuche mich heute mit Aufräumen abzulenken. Ich habe noch alte Schulsachen, die ich schon lange einmal ausmisten wollte. Und heute ist der passende Tag dafür.

Ich bin dabei auf ein kurzes Gedicht gestoßen, von dem ich keine Ahnung mehr habe, für was ich das gebraucht hatte und wieso das in meinen Schulunterlagen war. Aber es passt gerade so perfekt zu mir und meiner Gefühlslage…. :

Der Schrei der Trauer
wird nicht leise
egal wie laut
das Leben dröhnt
schafft es der Schmerz
auf seine Weise
dass alles neben sich
er übertönt
und auch die Zeit
will noch nicht helfen
steht machtlos das
und rührt sich nicht
des Verlustes
stumpfer Felsen
auf meinen Schultern
nicht zerbricht.

 

Der Dichter ist mir leider unbekannt.

Cecilia


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Tragödie!

10.03.2018

Ja. Wer hätte das gedacht.

Nach dem (sehr kurzen) Hoch, kommt das absolute Tief. Es ist etwas Schlimmes passiert anfangs Woche und das hat Cubano und mir die gesamte Grundlage, das Fundament, das wir uns in den letzten Monaten soooo mühsam erarbeitet hatten und für das wir beide so viel Opfer gebracht hatten, unter den Füssen weggezogen.

Wir stehen da mit nichts – einmal mehr.

Mehr kann ich dazu noch nicht sagen, werde aber bestimmt später näher darauf eingehen. Im Moment läuft einfach wieder einmal alles komplett aus den Fugen und alles, was schiefgehen kann, geht auch schief! Es kommt immer noch schlimmer, als ich es mir auch nur ansatzweise vorstellen könnte.

Ich weiß gar nicht, ob mir hier im Internet überhaupt noch jemand glaubt. Denn soviel Pech kann doch wirklich niemand haben, oder? Manchmal hab ich das Gefühl, dass Cubano wirklich irgendwie verflucht ist. Ich habe noch nie einen Menschen gesehen auf dieser Welt, dem so viel Schlimmes passiert ist in so kurzer Zeit.

Diese Woche war ganz schlimm für mich. Wieder nur ein „Existieren“. „Leben“ tu ich schon lange nicht mehr.

Wie lange habe ich noch die Kraft… ich weiß es nicht.

Cubano und ich kämpfen schon so lange und immer werden uns wieder riesige Brocken in den Weg gelegt. Ich denke, dass wir beide dieses Mal keine Kraft mehr haben werden, uns wieder aufzuraffen.

Ich melde mich bald wieder und dann auch mit mehr Details.
Alles Liebe für euch und ich wünsche mir für euch, dass ihr mit viel Bewusstsein durch euer Leben geht und dankbar seid für das, was ihr habt – denn es ist nicht selbstverständlich.

Cecilia


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Update von mir und Cubano

02.03.2018

So, jetzt fass ich mir ein Herz und schreibe endlich einmal ein Update zu unserer Lage.

Entschuldigt bitte, dass ich so lange nichts mehr von mir habe hören lassen. Ich erkläre später, wieso. Ich möchte mich vorab bei den lieben Menschen bedanken, die mir über das Kontaktformular geschrieben haben. Es tat sehr gut, eure Zeilen zu lesen und es hat mich immer sehr gefreut! DANKE!

Ich habe fast täglich an meinen Blog gedacht in der letzten Zeit und immer schwirrten mir auch viele Sachen durch den Kopf, die ich euch gerne erzählen oder von denen ich schreiben wollte. Neue Ideen poppten auf… doch die Energie hat schlussendlich einfach nie gereicht, mich hinzusetzen und einfach wieder einmal von der Seele zu schreiben, was gerade bei mir so abgeht oder in den letzten 2 Monaten passiert ist.

Ich weiß auch jetzt nicht, ob ich die richtigen Worte finde, einen roten Faden behalten kann und mich nicht verzettele. Falls es doch passiert, bitte ich um Entschuldigung.

Zusammenfassend kann man sagen, dass ich mich so fühle wie die Liedstrophe von einem Song, der momentan täglich im Radio auf und ab gespielt wird:

Camilla Cabello – Havana : „Oh, but my heart is in Havana“

Ja, mein Herz ist in Havanna.

Denn ich habe nicht aufgegeben, auch wenn es manchmal schon fast soweit war. Ich habe oft darüber nachgedacht, doch dann auch gesehen, für was wir seit fast 2 Jahren am Kämpfen sind.

Cubano und ich hatten teilweise große Streitereien, waren beide immer mal wieder nahe dran, unsere Beziehung und all das, wofür wir gekämpft haben, hinzuschmeißen. Aber glücklicherweise fand immer einer von uns beiden wieder die Kraft, den anderen hochzuziehen und ihm Kraft zu spenden und Mut zuzusprechen.

Diese Woche gab es nun endlich eine grandiose Verbesserung unserer Situation: Cubano konnte am Dienstag mit seiner Arbeit beginnen!!! Denn ja… er war bis zu diesem 27. Februar immer noch arbeitslos.

Er kämpfte erneut auch mit gesundheitlichen Problemen und einer erneuten Depression und mir ging es auch nicht wirklich gut.

Ich hatte die letzten 2 Monate einen Tunnelblick und wollte diese wirklich düstere Phase im Leben von mir und Cubano einfach nur noch irgendwie hinter mich bringen. Es war nur noch ein Existieren, ein „sich-Tag-für-Tag-durchs-Leben-kämpfen-und-hoffen-dass-es-irgendwann-einfach-mal-aufhören-mag“…..

Ja, es war so langwierig, mühsam und kräftezerrend, wie es sich hier alleine auf dem Bildschirm schon liest. Ich war noch nie in meinem Leben in einer solchen Lage und obwohl es platt klingt darf ich sagen, dass es eine ungeheuer lehrreiche Zeit war und ich viel über mich, das Leben und die Gesellschaft gelernt und erkannt habe.

Das Ganze hat für mich durchaus auch eine sehr positive Seite, denn ich musste sehr oft meine Komfortzone verlassen und bin über mich hinausgewachsen.

Ich hatte leider bis heute weder die Kraft, noch die Energie oder auch nur den Kopf dafür, euch hier ein Update zu machen.

Nun arbeitet Cubano seit Dienstag und er schrieb mir heute, dass er sehr viel Arbeit habe und dass ihn das aber froh macht.

Und ich brauche jetzt einfach einmal ein bisschen Zeit, um meine Bedürfnisse an die erste Stelle zu setzen und mich langsam wieder aus meinem Sumpf zu buddeln. Denn das ist es, was ich nun unbedingt benötige. Zeit für mich und liebevolles Umgehen mit mir selber.

Heute war auch seit langem der erste Tag, an dem ich richtig positiv gestimmt war! Ich sah die Welt wieder schöner, den Himmel blauer, die Menschen freundlicher, und ich konnte, anstatt wie in den düsteren letzten Wochen, auch endlich wieder einmal mit einem guten Gefühl an die Zukunft denken.

Es war so unglaublich wichtig, dass Cubano wieder einen Job kriegt! Und endlich ist es soweit. Unglaublich. Wenn man ganz am Anfang gewusst hätte, wie steinig und lang der Weg werden würde für Cubano und mich – wir hätten ihn wohl beide niemals genommen.

Und der steinige Weg ist noch lange nicht zu Ende, das weiß ich. Doch ich hoffe, dass wir die größten Brocken jetzt erklommen und hinter uns gelassen haben.

Trotzdem möchte ich mit etwas Positivem diesen Blogbeitrag beenden, weil ich heute WIRKLICH einen guten Tag habe 😀 Und zwar habe ich geplant, anfangs Juni nach Kuba zu meinem Cubano zu fliegen. Vorher geht es leider bei mir aus geschäftlichen Gründen nicht, aber ich hoffe seeeeehr, dass es dann anfangs Juni klappt! 😀

Ich danke allen, die ab und zu an mich und Cubano gedacht haben, ihr seid wirklich lieb! ❤ Ich versuche, jetzt auch wieder öfters zu schreiben, versprochen!

Herzliche Grüße
Cecilia


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2017

17.12.2017

Ich sagte mir letztes Jahr immer wieder: Im Jahr 2017 wird alles besser. Das Jahr 2017 wird MEIN Jahr werden!

Tja. Dieses Jahr hat mich sehr vieles gelehrt. Es waren ganz viele ganz harte Lektionen. Ich bin sehr viel stärker geworden in diesem Jahr. Hab ich darum gebeten? Nein. Wollte ich es? Nein. Aber das Leben ist nun mal kein Wunschkonzert.

Ich habe genug von diesem Jahr. Und doch weiß ich, dass meine Sorgen und Probleme nahtlos ins Neue Jahr mitgezogen werden.

Ich hab die Schnauze zur Zeit gestrichen voll. Leider bleibt auch absolut keine Energie übrig, um hier zu schreiben. Ich wüsste auch gar nicht was, ehrlich gesagt. Denn wie überall sonst auch in meinem Leben, kann ich nicht mal in einem anonymen Blog vollständig offen und ehrlich sein. Ich halte alles zurück, aus Angst kritisiert oder einmal mehr angegriffen zu werden.

Ich wurde mein ganzes Leben lang für alles mögliche angegriffen. So ist das, wenn man nicht der „Norm“ entspricht. So ist das wenn man aus der Reihe tanzt und nicht in die Gesellschaft passt.

Ich mag nicht mehr.

Ich bin so stark geworden, aber gleichzeitig auch so unglaublich zerbrechlich.

ich weiß nicht ob überhaupt jemand meine Gedankengänge nachvollziehen kann. Ich weiß auch nicht, ob ich selber verstehe, was gerade alles mit mir passiert.

Ob die Beziehung mit Cubano weitergeht, steht in den Sternen. Es ist vielleicht einfach zu viel passiert. Ich habe einmal mehr einem Mann zu viel gegeben und dieser hat – wie immer in der Vergangenheit auch – nicht zu schätzen gewusst, was er hatte. Wieso merken Männer immer erst was sie hatten, wenn es schon weg ist?

Ich wünsche euch eine wunderschöne und besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Start in ein hoffentlich friedliches und freudvolles Jahr 2018.

Ich melde mich hier wieder, sobald ich wieder die Kraft dazu habe.

Danke an euch alle, die mir immer wieder mit aufbauenden und tröstenden Worten zur Seite gestanden habt! Ihr seid tolle Menschen! ❤

Cecilia


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Rückblick auf Cubanos Besuch

01.12.17

Ohne große Einleitungsworte, passendem Beitrags-Bild oder sonstigem Schnickschnack hab ich gerade das Bedürfnis, ein paar wenige Eindrücke und einen kleinen Rückblick auf die Tage, die Cubano hier bei mir verbracht hat, aufzuschreiben. Es muss jetzt doch teilweise mal von der Seele und jetzt kann ich auch besser darüber sprechen und es ist nicht mehr ganz so frisch und schmerzhaft.

Ich hatte am Flughafen eine gefühlte Ewigkeit auf ihn gewartet! Schon so viele Menschen waren aus der Schiebetüre, hinter der sich die Gepäckabgabe verbirgt, herausgeströmt. Viele davon aus dem Flieger von Havanna, wie ich mit Adleraugen beobachten konnte.

Doch von Cubano keine Spur! Ich war nervös, zupfte an meinen Kleidern herum und hoffte, dass ich ihm immer noch gefalle. War es Einbildung oder Tatsache, dass sich die sehr stressigen und belastenden Monate ein bisschen in mein Gesicht gebrannt hatten in Form von etwas schlafferer Haut, müden und etwas verquollenen Augen und tieferen Falten?

Ich sah es nicht kommen. Weiterhin starrte ich auf diese Schiebetüre und ich hätte schwören können, dass ich jeden mit meinen Blicken gescannt hatte – von Cubano keine Spur! Doch als ich per Zufall nach rechts blickte, kam er mir bereits entgegen, er war scheinbar schon durch die Schiebetür durch und hatte sich bereits einen Teil des Weges zu mir gebahnt.

Meine Gesichtszüge mussten regelrecht versteinert gewesen sein. Denn ich kannte diesen Mann nicht, der sich mit einem unsicheren Lächeln den Weg zu mir durch die Menge suchte. Ich musste kurz zu Boden schauen und mich sammeln. Ich flüsterte mir schockiert selber zu: „Mein Gott, was ist bloß mit ihm passiert?!“.

Dann standen wir uns gegenüber und ich habe ihn fest umarmt. So musste ich ihn nicht anschauen. Klingt brutal? Ja vielleicht, aber es war der erste Schock, den ich noch nicht verdaut hatte und ich hatte den Mut und die Kraft noch nicht, ihm in die Augen zu schauen! Die Umarmung ging lange (ich ließ ihn gar nicht mehr los) und ich hatte etwas Zeit, mich zu sammeln. Er hatte unglaublich zugenommen und sah richtig aufgedunsen aus. Sehr ungesund und nur noch eine Hülle von dem Menschen, von dem ich mich im letzten Jahr am Flughafen in Havanna verabschiedet hatte.

Er rauchte vor dem Gebäude zuerst einmal eine Zigarette und das gab uns Zeit, uns langsam einander anzunähern. Er war mir so vertraut und doch auch so unglaublich fremd! Ich hatte das starke Gefühl, dass mein geliebter Cubano zwar in dieser menschlichen Hülle steckte, aber ganz ganz ganz weit innen und mit ganz vielem bedeckt. Er hatte eine riesige Schutzhülle um sich herum aufgebaut und ich konnte meinen geliebten Menschen nur noch erahnen und nur noch ganz entfernt spüren. Klingt etwas esoterisch? Naja, es war nun mal einfach so! Ich spürte, dass er da war, ganz in der Nähe, aber verdeckt von ganz vielem und deswegen nur schwach spürbar.

Und bis am Ende dieser 5 gemeinsamen Tage, habe ich es nicht geschafft, diesen Kern hervorzuholen und ihn einmal pur und ohne Schutz sehen und spüren zu dürfen. Er war und ist zu sehr verschüttet.

Ich hatte ihm auf dem Nachttisch Zuhause ein kleines Kartonschild aufgestellt auf seiner Seite des Bettes, das ich auf die Schnelle vorher noch gebastelt hatte. Darauf stand auf spanisch „Herzlich Willkommen mein Schatz“. Dazu legte ich kleine Schokoladen-Herzen. Ich dachte, er freue sich über feine Schweizer Schokolade.

Er sah das Schild und nahm es in die Hand, lächelte mich kurz an und schien sich doch zu freuen darüber.

Danach, als sein Zustand immer schlimmer wurde, nahm er  das Schild und alles drum und dran, das ich extra vorbereitet und hergerichtet hatte für ihn, gar nicht mehr wahr.

Die Schokolade rührte er bis am Schluss nicht an und ich habe alle Herzen nach seiner Abreise selber gegessen.

Es fing dann auch schon am gleichen Tag an, an dem er angekommen war. Im Verlauf vom Abend meinte er plötzlich, dass er nicht hier bleiben könne. Ich dachte zuerst, dass er ein Problem mit meinem kleinen Schlafzimmer habe, in dem wir uns zu dem Zeitpunkt gerade befunden hatten. Ich fragte ihn, wo er denn sonst schlafen wolle und was er genau meine.

Er meinte, er könne nicht HIER bleiben. Es gehe ihm schlecht und er halte es nicht aus, 3 Wochen hier in der Schweiz zu sein.

Sprachlos. Komplett sprachlos.

Dann folgten Gespräche über sein Zustand, von dem ich nichts geahnt hatte. Ein Hin und Her. Große Enttäuschung meinerseits, aber natürlich auch Verständnis für seine offensichtlich beschissene Situation.

Am selben Abend hatte ich im Internet nach einem früheren Flug gesucht und mit ihm besprochen, welchen er nehmen will (den nächsten, den es überhaupt gibt, hieß es zu diesem Zeitpunkt schon!) und am nächsten Morgen buchte ich den bestehenden Flug telefonisch um.

In dieser Nacht ging es dann so los, wie danach jede weitere Nacht. Er saß wie ein Häufchen Elend in meiner Küche auf der Küchenbank und starrte vor sich hin. Er könne nicht schlafen. Ich konnte es dann auch nicht, ich sorgte mich sehr um ihn. Ich konnte auch jede weitere Nacht, während er bei mir war, nur kurz jeweils etwas schlafen und dann trieb mich die Sorge nach ihm wieder in die Küche. Die Gespräche mit ihm in den Nächten waren aber meistens sinnlos und düster.

Tagsüber war seine Stimmung ein bisschen besser, gegen Abend und vor allem in der Nacht wurde er jedoch von seinen Dämonen eingeholt und es ging ihm wirklich sehr miserabel.

Er hatte nur noch den Wunsch zurückzufliegen und in die Klinik zu gehen. Was ich auch vollständig unterstützte, nachdem ich ihn so erlebt hatte und wusste, wie schlecht es ihm wirklich geht. Seine depressive Art färbte auch richtiggehend auf mich ab, bis es mir selber ebenfalls immer mieser und mieser ging.

Wir fuhren in den wenigen gemeinsamen Tagen lange mit meinem Auto durch die Gegend. So konnte er zumindest ein bisschen etwas von der Schweiz sehen. Er war erstaunt über unsere „dicken“ Kühe – in Kuba seien sie viel dünner! Er kriegte auch seinen Mund nicht mehr zu, als wir zufällig an einer Baustellenampel mitten in einem kleinen ländlichen Dorf anhalten mussten und wir direkt daneben beobachten konnten, wie Bauersfrauen ihren Kühen riefen, die zurück in den Stall mussten. Ich erzählte Cubano, dass Kühe sehr intelligente Tiere seien und sie auf ihren Namen hören wenn man sie ruft. Er staunte immer noch und meinte dann anschließend, dass ihm das in Kuba niemand glauben werde, wenn er ihnen das erzähle. Kühe die auf ihren Namen hören und schön in den Stall marschieren, wenn es Zeit dafür wird abends.

An einem See haben wir auch noch einige Zeit verbracht und ich hatte ihm dort einen Stein gesucht, den er mit nach Kuba nehmen und der ihn an mich erinnern sollte. Als ich ihm den Stein in die Hand drückte, schaute er mich überrascht an und meinte, dass wir eine sehr gute Verbindung hätten, da er mich genau darum gerade bitten wollte! Ihm einen Stein auszusuchen, den er dann als Andenken mitnehmen würde.

Immer wenn ich ihn eine kleine Weile von seinem Kummer ablenken konnte, kam urplötzlich die schwarze Wolke wieder hervor und verdeckte alles, was gerade noch schön und freundlich war. Seine Stimmung schlug um, er wurde wortkarg und manchmal auch richtig schnippisch und stichelnd. Ich nahm es nicht persönlich, trotzdem hat es mich verletzt.

Wir konnten beide seine Abreise kaum noch erwarten. So anstrengend, traurig und nervenaufreibend waren diese 5 Tage! Und alles ohne jemals richtig zu schlafen!

Wenn Cubano dann irgendwann gegen den frühen Morgen endlich ins Bett kam, dann wimmerte und klagte er oft sehr laut im Schlaf. Ich war dann sofort hellwach und wusste nicht, was in Gottes Namen ich für diesen gebeutelten Menschen tun könnte. Ich hatte bereits alles in meiner Macht stehende getan und alle mir nur mögliche Kraft aufgewendet – für nichts und wieder nichts, wie mir nun erschien.

Als er dann am fünften Tag endlich im Flugzeug saß und wieder auf dem Weg nach Kuba war, fuhr ich wie gelähmt nach Hause. Ich konnte gar keine Emotionen spüren, war innerlich leer und stumpf. Nicht einmal Traurigkeit über den schnellen Abschied habe ich gespürt zu diesem Zeitpunkt. Alle Hoffnung und alle Freude war zerplatzt und niedergeschmettert. Ich saß auf den Scherben all meiner Erwartungen, Hoffnungen und Träume von unserer gemeinsamen Zeit.

Und nun war es so komplett anders gekommen, wie es sich mein Gehirn nicht einmal in meinem schlimmsten Alptraum hätte ausdenken können.

Ich hörte danach ca. 2 Tage lang nichts von ihm – ich wusste nicht einmal, ob er gut gelandet war in Havanna. Es persönlich nehmen? Sollte man nicht. Trotzdem tut man es, auch wenn man weiß, dass diese sehr depressive Person gerade nur an sich selber denken kann und alles andere zu viel ist und dieses Verhalten keine Absicht ist.

Die Leere, die ich in mir drinnen fühlte, brauchte eine ganze Weile, bis ich sie anerkennen, annehmen und langsam, sehr langsam, wieder mit Wärme, Licht und Liebe füllen konnte. Liebe für mich und von mir!

Ich weiß, dass ich mich nur auf mich selber verlassen kann. Ein depressiver Partner, der zudem in schweren familiären Problemen steckt, kein richtiges Dach über dem Kopf und keine Arbeitsstelle hat die ihm Sicherheit und Stabilität verleiht, der kann niemandem etwas geben. Eine solche Person ist gar nicht beziehungstauglich – und das meine ich nicht despektierlich sondern das ist eine Tatsache und ich kann das aus eigener Erfahrung bestätigen!

Seither? Ist die Situation sehr schwierig. Wohl noch viel schwieriger als zuvor.

Cubano hatte mir vor ca. 2 Wochen geschrieben, dass er oft an die Zeit in der Schweiz denkt. Wie schön es war, mich zu sehen und die gemeinsame Zeit am See und als wir einfach so durch die Gegend gefahren sind, hat er in guter Erinnerung. Erstaunlich, ich hatte gedacht, dass die dunklen Wolken in seinem Kopf das alles verdrängt hätten und er außer seinen dunklen Schatten nichts hatte wahrnehmen können.

Momentan sind wir wieder an einem sehr schwierigen Punkt unserer Beziehung angelangt. Ich weiß nicht einmal, ob man dem überhaupt noch Beziehung sagen kann. Eher nicht. Ich sehe das sehr realistisch und klar – obwohl man vielleicht anhand meines Blogs und der Tatsache, dass ich seit Jahren eine Fernbeziehung mit einem Kubaner führe, denken könnte, dass ich absolut naiv und dumm bin. Bin ich aber nicht. Beides nicht. Ich bin sehr hilfsbereit und vielleicht auch ein klein wenig zu aufopfernd, ja. Aber blauäugig? Nein.

Ich werde euch hier weiterhin auf dem Laufenden halten, ihr Lieben.

Ich möchte hier an dieser Stelle auch einmal den lieben Menschen danken, die mich bisher per Kontaktformular angeschrieben haben. Ich antworte sobald ich kann und die Kraft dazu habe. Aber ich möchte dass ihr wisst, dass ich eure Worte sehr schätze und dankbar bin! ❤

Herzlichst
Cecilia