Karibik-LIEBE


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2017

17.12.2017

Ich sagte mir letztes Jahr immer wieder: Im Jahr 2017 wird alles besser. Das Jahr 2017 wird MEIN Jahr werden!

Tja. Dieses Jahr hat mich sehr vieles gelehrt. Es waren ganz viele ganz harte Lektionen. Ich bin sehr viel stärker geworden in diesem Jahr. Hab ich darum gebeten? Nein. Wollte ich es? Nein. Aber das Leben ist nun mal kein Wunschkonzert.

Ich habe genug von diesem Jahr. Und doch weiß ich, dass meine Sorgen und Probleme nahtlos ins Neue Jahr mitgezogen werden.

Ich hab die Schnauze zur Zeit gestrichen voll. Leider bleibt auch absolut keine Energie übrig, um hier zu schreiben. Ich wüsste auch gar nicht was, ehrlich gesagt. Denn wie überall sonst auch in meinem Leben, kann ich nicht mal in einem anonymen Blog vollständig offen und ehrlich sein. Ich halte alles zurück, aus Angst kritisiert oder einmal mehr angegriffen zu werden.

Ich wurde mein ganzes Leben lang für alles mögliche angegriffen. So ist das, wenn man nicht der „Norm“ entspricht. So ist das wenn man aus der Reihe tanzt und nicht in die Gesellschaft passt.

Ich mag nicht mehr.

Ich bin so stark geworden, aber gleichzeitig auch so unglaublich zerbrechlich.

ich weiß nicht ob überhaupt jemand meine Gedankengänge nachvollziehen kann. Ich weiß auch nicht, ob ich selber verstehe, was gerade alles mit mir passiert.

Ob die Beziehung mit Cubano weitergeht, steht in den Sternen. Es ist vielleicht einfach zu viel passiert. Ich habe einmal mehr einem Mann zu viel gegeben und dieser hat – wie immer in der Vergangenheit auch – nicht zu schätzen gewusst, was er hatte. Wieso merken Männer immer erst was sie hatten, wenn es schon weg ist?

Ich wünsche euch eine wunderschöne und besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Start in ein hoffentlich friedliches und freudvolles Jahr 2018.

Ich melde mich hier wieder, sobald ich wieder die Kraft dazu habe.

Danke an euch alle, die mir immer wieder mit aufbauenden und tröstenden Worten zur Seite gestanden habt! Ihr seid tolle Menschen! ❤

Cecilia

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Rückblick auf Cubanos Besuch

01.12.17

Ohne große Einleitungsworte, passendem Beitrags-Bild oder sonstigem Schnickschnack hab ich gerade das Bedürfnis, ein paar wenige Eindrücke und einen kleinen Rückblick auf die Tage, die Cubano hier bei mir verbracht hat, aufzuschreiben. Es muss jetzt doch teilweise mal von der Seele und jetzt kann ich auch besser darüber sprechen und es ist nicht mehr ganz so frisch und schmerzhaft.

Ich hatte am Flughafen eine gefühlte Ewigkeit auf ihn gewartet! Schon so viele Menschen waren aus der Schiebetüre, hinter der sich die Gepäckabgabe verbirgt, herausgeströmt. Viele davon aus dem Flieger von Havanna, wie ich mit Adleraugen beobachten konnte.

Doch von Cubano keine Spur! Ich war nervös, zupfte an meinen Kleidern herum und hoffte, dass ich ihm immer noch gefalle. War es Einbildung oder Tatsache, dass sich die sehr stressigen und belastenden Monate ein bisschen in mein Gesicht gebrannt hatten in Form von etwas schlafferer Haut, müden und etwas verquollenen Augen und tieferen Falten?

Ich sah es nicht kommen. Weiterhin starrte ich auf diese Schiebetüre und ich hätte schwören können, dass ich jeden mit meinen Blicken gescannt hatte – von Cubano keine Spur! Doch als ich per Zufall nach rechts blickte, kam er mir bereits entgegen, er war scheinbar schon durch die Schiebetür durch und hatte sich bereits einen Teil des Weges zu mir gebahnt.

Meine Gesichtszüge mussten regelrecht versteinert gewesen sein. Denn ich kannte diesen Mann nicht, der sich mit einem unsicheren Lächeln den Weg zu mir durch die Menge suchte. Ich musste kurz zu Boden schauen und mich sammeln. Ich flüsterte mir schockiert selber zu: „Mein Gott, was ist bloß mit ihm passiert?!“.

Dann standen wir uns gegenüber und ich habe ihn fest umarmt. So musste ich ihn nicht anschauen. Klingt brutal? Ja vielleicht, aber es war der erste Schock, den ich noch nicht verdaut hatte und ich hatte den Mut und die Kraft noch nicht, ihm in die Augen zu schauen! Die Umarmung ging lange (ich ließ ihn gar nicht mehr los) und ich hatte etwas Zeit, mich zu sammeln. Er hatte unglaublich zugenommen und sah richtig aufgedunsen aus. Sehr ungesund und nur noch eine Hülle von dem Menschen, von dem ich mich im letzten Jahr am Flughafen in Havanna verabschiedet hatte.

Er rauchte vor dem Gebäude zuerst einmal eine Zigarette und das gab uns Zeit, uns langsam einander anzunähern. Er war mir so vertraut und doch auch so unglaublich fremd! Ich hatte das starke Gefühl, dass mein geliebter Cubano zwar in dieser menschlichen Hülle steckte, aber ganz ganz ganz weit innen und mit ganz vielem bedeckt. Er hatte eine riesige Schutzhülle um sich herum aufgebaut und ich konnte meinen geliebten Menschen nur noch erahnen und nur noch ganz entfernt spüren. Klingt etwas esoterisch? Naja, es war nun mal einfach so! Ich spürte, dass er da war, ganz in der Nähe, aber verdeckt von ganz vielem und deswegen nur schwach spürbar.

Und bis am Ende dieser 5 gemeinsamen Tage, habe ich es nicht geschafft, diesen Kern hervorzuholen und ihn einmal pur und ohne Schutz sehen und spüren zu dürfen. Er war und ist zu sehr verschüttet.

Ich hatte ihm auf dem Nachttisch Zuhause ein kleines Kartonschild aufgestellt auf seiner Seite des Bettes, das ich auf die Schnelle vorher noch gebastelt hatte. Darauf stand auf spanisch „Herzlich Willkommen mein Schatz“. Dazu legte ich kleine Schokoladen-Herzen. Ich dachte, er freue sich über feine Schweizer Schokolade.

Er sah das Schild und nahm es in die Hand, lächelte mich kurz an und schien sich doch zu freuen darüber.

Danach, als sein Zustand immer schlimmer wurde, nahm er  das Schild und alles drum und dran, das ich extra vorbereitet und hergerichtet hatte für ihn, gar nicht mehr wahr.

Die Schokolade rührte er bis am Schluss nicht an und ich habe alle Herzen nach seiner Abreise selber gegessen.

Es fing dann auch schon am gleichen Tag an, an dem er angekommen war. Im Verlauf vom Abend meinte er plötzlich, dass er nicht hier bleiben könne. Ich dachte zuerst, dass er ein Problem mit meinem kleinen Schlafzimmer habe, in dem wir uns zu dem Zeitpunkt gerade befunden hatten. Ich fragte ihn, wo er denn sonst schlafen wolle und was er genau meine.

Er meinte, er könne nicht HIER bleiben. Es gehe ihm schlecht und er halte es nicht aus, 3 Wochen hier in der Schweiz zu sein.

Sprachlos. Komplett sprachlos.

Dann folgten Gespräche über sein Zustand, von dem ich nichts geahnt hatte. Ein Hin und Her. Große Enttäuschung meinerseits, aber natürlich auch Verständnis für seine offensichtlich beschissene Situation.

Am selben Abend hatte ich im Internet nach einem früheren Flug gesucht und mit ihm besprochen, welchen er nehmen will (den nächsten, den es überhaupt gibt, hieß es zu diesem Zeitpunkt schon!) und am nächsten Morgen buchte ich den bestehenden Flug telefonisch um.

In dieser Nacht ging es dann so los, wie danach jede weitere Nacht. Er saß wie ein Häufchen Elend in meiner Küche auf der Küchenbank und starrte vor sich hin. Er könne nicht schlafen. Ich konnte es dann auch nicht, ich sorgte mich sehr um ihn. Ich konnte auch jede weitere Nacht, während er bei mir war, nur kurz jeweils etwas schlafen und dann trieb mich die Sorge nach ihm wieder in die Küche. Die Gespräche mit ihm in den Nächten waren aber meistens sinnlos und düster.

Tagsüber war seine Stimmung ein bisschen besser, gegen Abend und vor allem in der Nacht wurde er jedoch von seinen Dämonen eingeholt und es ging ihm wirklich sehr miserabel.

Er hatte nur noch den Wunsch zurückzufliegen und in die Klinik zu gehen. Was ich auch vollständig unterstützte, nachdem ich ihn so erlebt hatte und wusste, wie schlecht es ihm wirklich geht. Seine depressive Art färbte auch richtiggehend auf mich ab, bis es mir selber ebenfalls immer mieser und mieser ging.

Wir fuhren in den wenigen gemeinsamen Tagen lange mit meinem Auto durch die Gegend. So konnte er zumindest ein bisschen etwas von der Schweiz sehen. Er war erstaunt über unsere „dicken“ Kühe – in Kuba seien sie viel dünner! Er kriegte auch seinen Mund nicht mehr zu, als wir zufällig an einer Baustellenampel mitten in einem kleinen ländlichen Dorf anhalten mussten und wir direkt daneben beobachten konnten, wie Bauersfrauen ihren Kühen riefen, die zurück in den Stall mussten. Ich erzählte Cubano, dass Kühe sehr intelligente Tiere seien und sie auf ihren Namen hören wenn man sie ruft. Er staunte immer noch und meinte dann anschließend, dass ihm das in Kuba niemand glauben werde, wenn er ihnen das erzähle. Kühe die auf ihren Namen hören und schön in den Stall marschieren, wenn es Zeit dafür wird abends.

An einem See haben wir auch noch einige Zeit verbracht und ich hatte ihm dort einen Stein gesucht, den er mit nach Kuba nehmen und der ihn an mich erinnern sollte. Als ich ihm den Stein in die Hand drückte, schaute er mich überrascht an und meinte, dass wir eine sehr gute Verbindung hätten, da er mich genau darum gerade bitten wollte! Ihm einen Stein auszusuchen, den er dann als Andenken mitnehmen würde.

Immer wenn ich ihn eine kleine Weile von seinem Kummer ablenken konnte, kam urplötzlich die schwarze Wolke wieder hervor und verdeckte alles, was gerade noch schön und freundlich war. Seine Stimmung schlug um, er wurde wortkarg und manchmal auch richtig schnippisch und stichelnd. Ich nahm es nicht persönlich, trotzdem hat es mich verletzt.

Wir konnten beide seine Abreise kaum noch erwarten. So anstrengend, traurig und nervenaufreibend waren diese 5 Tage! Und alles ohne jemals richtig zu schlafen!

Wenn Cubano dann irgendwann gegen den frühen Morgen endlich ins Bett kam, dann wimmerte und klagte er oft sehr laut im Schlaf. Ich war dann sofort hellwach und wusste nicht, was in Gottes Namen ich für diesen gebeutelten Menschen tun könnte. Ich hatte bereits alles in meiner Macht stehende getan und alle mir nur mögliche Kraft aufgewendet – für nichts und wieder nichts, wie mir nun erschien.

Als er dann am fünften Tag endlich im Flugzeug saß und wieder auf dem Weg nach Kuba war, fuhr ich wie gelähmt nach Hause. Ich konnte gar keine Emotionen spüren, war innerlich leer und stumpf. Nicht einmal Traurigkeit über den schnellen Abschied habe ich gespürt zu diesem Zeitpunkt. Alle Hoffnung und alle Freude war zerplatzt und niedergeschmettert. Ich saß auf den Scherben all meiner Erwartungen, Hoffnungen und Träume von unserer gemeinsamen Zeit.

Und nun war es so komplett anders gekommen, wie es sich mein Gehirn nicht einmal in meinem schlimmsten Alptraum hätte ausdenken können.

Ich hörte danach ca. 2 Tage lang nichts von ihm – ich wusste nicht einmal, ob er gut gelandet war in Havanna. Es persönlich nehmen? Sollte man nicht. Trotzdem tut man es, auch wenn man weiß, dass diese sehr depressive Person gerade nur an sich selber denken kann und alles andere zu viel ist und dieses Verhalten keine Absicht ist.

Die Leere, die ich in mir drinnen fühlte, brauchte eine ganze Weile, bis ich sie anerkennen, annehmen und langsam, sehr langsam, wieder mit Wärme, Licht und Liebe füllen konnte. Liebe für mich und von mir!

Ich weiß, dass ich mich nur auf mich selber verlassen kann. Ein depressiver Partner, der zudem in schweren familiären Problemen steckt, kein richtiges Dach über dem Kopf und keine Arbeitsstelle hat die ihm Sicherheit und Stabilität verleiht, der kann niemandem etwas geben. Eine solche Person ist gar nicht beziehungstauglich – und das meine ich nicht despektierlich sondern das ist eine Tatsache und ich kann das aus eigener Erfahrung bestätigen!

Seither? Ist die Situation sehr schwierig. Wohl noch viel schwieriger als zuvor.

Cubano hatte mir vor ca. 2 Wochen geschrieben, dass er oft an die Zeit in der Schweiz denkt. Wie schön es war, mich zu sehen und die gemeinsame Zeit am See und als wir einfach so durch die Gegend gefahren sind, hat er in guter Erinnerung. Erstaunlich, ich hatte gedacht, dass die dunklen Wolken in seinem Kopf das alles verdrängt hätten und er außer seinen dunklen Schatten nichts hatte wahrnehmen können.

Momentan sind wir wieder an einem sehr schwierigen Punkt unserer Beziehung angelangt. Ich weiß nicht einmal, ob man dem überhaupt noch Beziehung sagen kann. Eher nicht. Ich sehe das sehr realistisch und klar – obwohl man vielleicht anhand meines Blogs und der Tatsache, dass ich seit Jahren eine Fernbeziehung mit einem Kubaner führe, denken könnte, dass ich absolut naiv und dumm bin. Bin ich aber nicht. Beides nicht. Ich bin sehr hilfsbereit und vielleicht auch ein klein wenig zu aufopfernd, ja. Aber blauäugig? Nein.

Ich werde euch hier weiterhin auf dem Laufenden halten, ihr Lieben.

Ich möchte hier an dieser Stelle auch einmal den lieben Menschen danken, die mich bisher per Kontaktformular angeschrieben haben. Ich antworte sobald ich kann und die Kraft dazu habe. Aber ich möchte dass ihr wisst, dass ich eure Worte sehr schätze und dankbar bin! ❤

Herzlichst
Cecilia


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Eine Beziehung in 5600 SMS gepackt

22.11.17

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Wahnsinn. Rund 5600 SMS haben Cubano und ich uns im Verlauf unserer über 3-jährigen Beziehung geschrieben bis zum heutigen Tag. Und falls ihr euch fragt: Ja, ich mache jeweils Printscreens von diesen Nachrichten und lege sie ab 😉 Das ist wohl so ein typisches Frauen-Ding.

Aber wenn man außer den vielen Nachrichten nicht viel hat vom Partner, bewahrt man diese dafür wie kleine, wertvolle Schätze auf. Beim Archivieren der letzten rund 2000 Nachrichten (könnt ihr euch vorstellen, wie LANGE ich gebraucht habe??) habe ich die ein oder anderen SMS-Texte nochmals durchgelesen und es ergab sich ein ziemlich klarer roter Faden durch unsere Gespräche.

Es gab selten Zeiten, in denen wir sorglos und glücklich waren. In denen wir einander Kraft schenken und lachen konnten. In denen wir Pläne schmieden und uns ab kleinen Sachen erfreuen konnten.

Anstatt dessen gab es sehr oft Trauer, Probleme, Sorgen, Verzweiflung und Mutlosigkeit.

Es hat mich berührt und gleichzeitig aufs Neue schockiert, was wir alles durchstehen mussten. Alles in diese kleinen Zeilen gepresst. Eine ganze Liebesgeschichte, durchzogen mit sehr vielen düsteren Kapiteln.

Ich hätte genug Text in Form dieser Nachrichten, um ein ganzes Buch damit zu füllen. Ich habe mich schon einmal gefragt, ob das jemand lesen würde? Eine 3-jährige Beziehung in SMSen verpackt? Mit Garantie für ein Buch voller Dramen und unvorhersehbaren Wendungen!

Wie würde dieses Buch wohl enden. In einer letzten, unüberwindbaren Katastrophe, die beide Liebenden endgültig auseinanderreißt? Oder in einem Happy End, bei dem es endlich ein Lichtstrahl am Horizont gibt, die ständigen Rückschläge langsam immer mehr ausbleiben und sie einen Weg finden, gemeinsam leben zu können?

Ich weiß nicht, welches Ende es bei uns geben wird. Alles ist offen, würde ich sagen. Es gibt weiterhin sehr schwierige Situationen, es spitzt sich alles immer mehr und mehr zu, die Intensität und die Geschwindigkeit, in der neue Probleme auftauchen, steigt ständig an, die Frequenz erhöht sich.

Trotzdem ist die Hoffnung da. Die stirbt ja sowieso immer zuletzt. und solange ich und auch Cubano immer noch die Hoffnung im Herzen haben und den starken, aufrichtigen Wunsch, es hinzukriegen – solange gebe ich nicht auf.

Ich werde euch bestimmt wieder einmal nähere und genauere Infos über unsere Beziehung und alles drum herum geben. Momentan fehlt mir die Kraft gänzlich dazu und ich habe gemerkt, dass ich zur Zeit sehr fest auf mich schauen muss und mir selber viel Gutes tun muss. Yoga gehört da übrigens auch wieder dazu! Da werde ich auch bald wieder einen Beitrag schreiben 🙂

Herzlichst
Cecilia


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Mein ständiger Begleiter:

Grüner Tee!

Ich trinke seit längerem sehr oft, wenn nicht sogar täglich, Grüntee.

An den etwas bitteren Geschmack von Grüntee musste ich mich zuerst gewöhnen. Eigentlich begann ich nur deswegen mit dem Trinken dieser Teesorte, weil ich von den vielfältigen positiven Eigenschaften für Körper und Psyche gelesen hatte. Es war also quasi mein „notwendiges Übel“ zugunsten der Gesundheit 🙂

Doch mit der Zeit habe ich den Grüntee tatsächlich schmecken und lieben gelernt.

Vielleicht geht es euch ja wie mir zu Beginn und ihr könnt nicht allzu viel mit dem gesunden Fitmacher anfangen. Doch gebt ihm diesen Winter eine Chance, denn er hat auch tolle Eigenschaften zur Vorbeugung gegen die Grippe!

Grüntee_gross

Im Buch „Gesundheit aus der Natur. Grüner Tee“ von Dr. Jörg Zittlau, möchte ich für euch einige wichtige Aspekte und Wirkungen dieser Heilpflanze zitieren. Ich hoffe, dass ich euch damit einen wertvollen „Schups“ geben oder zumindest einige unter euch zum Nachdenken und vielleicht sogar zum Ausprobieren dieses gesunden Tees bringen kann 🙂

Dr. Jörg Zittlau schreibt unter anderem:

Die Ausgewogenheit von grünem Tee
Die psychoaktiven Substanzen des grünen Tees sind in ihrer Zusammensetzung so ausgewogen, dass ein Pharmazeut sie nicht besser mixen könnte.

  • Sein relativ hoher Gehalt an Koffein wirkt viel stärker auf das Gehirn und nicht wie manche andere koffeinhaltige Getränke (Kaffee oder Colagetränke) auf unser Herz-Kreislauf-System. Eine massive Koffeinabgabe an den Körper wird jedoch durch den hohen Anteil an Gerbstoffen im grünen Tee verhindert.

  • Das Thiamin des grünen Tees versorgt unsere Gehirnzellen mit ausreichend Energie. Zugleich verhindert es die Ausbreitung von Stress, da es das Nervensystem gegen eine Überflutung mit äußeren Reizen schützt.

  • Die ätherischen Öle des grünen Tees verbreiten ein angenehmes Aroma. Sie bewirken, dass sich der Mensch insgesamt wohl fühlt und Muskelspannungen abgebaut werden. Die Wirkung entspricht dem eines milden Narkotikums, womit sich negative Stimmungen zum Teil vom Nervensystem abkoppeln lassen. […]. Und noch ein Effekt ist auf die ätherischen Öle zurückzuführen: Sie versetzen den Menschen in eine eigenartige, leichte Euphorie. Im Zusammenspiel der verschiedenen Eigenschaften des grünen Tees ergibt sich seine überaus positive Wirkung.


Abwehr von Infektionen

Grüner Tee enthält Substanzen mit hoher Wirksamkeit gegenüber Viren, Bakterien und Pilzen. Eine ausgesprochen günstige Auswirkung hat seine Kombination aus Flavonoiden und Vitamin C. Die Funktion von Flavonoiden im menschlichen Körper entspricht der eines Antibiotikums. Zudem ersparen sie dem Organismus erheblich den Verbrauch von Vitamin C, das auf diese Weise für die Mobilisierung des Immunsystems bereitgehalten werden kann.

Stärkung von Herz und Kreislauf
Grüner Tee enthält eine grosse Anzahl von Wirkstoffen, die in jedem Fall prophylaktisch, in manchen Fällen aber auch heilend bei Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems wirken. An dieser Stelle ist noch einmal auf die sanft anregenden und zugleich mild narkotisierenden Eigenschaften des grünen Tees hinzuweisen. Denn es ist hinlänglich bekannt, dass Krankheiten wie Bluthochdruck oder Herzinfarkt von den Faktoren Stress und Angst stark bestimmt und beeinflusst werden.

Hilfe bei Zahn- und Knochenerkrankungen
Fluor dient der Stärkung von Zahnschmelz und Knochen, und es ist in grünem Tee reichlich vorhanden. Seine Gerbstoffe sorgen des Weiteren dafür, dass Blutgefäße, die von Entzündungen des Zahnfleisches in Mitleidenschaft gezogen wurden, wieder abgedichtet werden. Die Gerbstoffe verhindern außerdem die Entstehung von Zahnbelag. Der relativ hohe Mangananteil im grünen Tee ist dafür verantwortlich, dass Kalzium als Aufbaustoff für die Knochen direkt an seinen Einsatzort gebracht wird.

 

Ein wahres Heilmittel, nicht wahr? Einiges davon hatte ich schon gewusst, doch viele Informationen in diesem Buch waren für mich neu.

Ein weiterer wichtiger Punkt, welcher diese Pflanze zu einem nützlichen Heilmittel macht, hat Dr. Jörg Zittlau folgendermaßen beschrieben:

Gegen Eisenmangel […]
Gerade vegetarisch lebenden Frauen ist nicht unbekannt, dass der Genuss von schwarzem Tee – sofern man ihn zu den Mahlzeiten trinkt – die Aufnahme von Eisen aus pflanzlichen Nahrungsmitteln um bis zu zwei Drittel reduzieren kann. Für den grünen Tee kann demgegenüber eher das Gegenteil festgehalten werden. Sein Vitamin C fördert sogar die Verwertung von Eisen in der Nahrung. […].

 

Weitere interessante Fakten aus dem obengenannten Buch:

  • Grüner Tee enthält entzündungshemmende Substanzen, wie Gerbstoffe, Flavonoide und Vitamin C. (Seite 71)
  • Grüner Tee wirkt auf das Wachstum von Viren hemmend. (Seite 70)
  • im grünen Tee sind gleich mehrere Wirkstoffe enthalten, die das Immunsystem einerseits stärken und andererseits bei seiner Arbeit entlasten. (Seite 66)
  • Flavonoide des grünen Tees sind in der Lage, gewisse Aufgaben des Vitamin C zu übernehmen. Auf diese Weise kann das Vitamin für die Stärkung des Immunsystems verwendet werden. (Seite 66)
  • Grüner Tee senkt den LDL-Cholesterinspiegel im Blut. (Seite 76)
  • Im Gegenzug nimmt der Anteil an positiven HDL-Cholesterinen unter dem Einfluss von grünem Tee zu. (Seite 76)
  • Indem grüner Tee direkt auf die Regulationsmechanismen des Blutdrucks wirkt, senkt er ihn. (Seite 76)
  • Als basisches Lebensmittel dämpft der grüne Tee die Übersäuerung im Magen. (Seite 90)
  • Bei Fußpilz: Die Saponine des grünen Tees konnten bereits in diversen Untersuchungen ihre fungiziden Eigenschaften unter Beweis stellen. Durch ihre Starke Neigung, Fette an sich zu binden, sind sie offenbar in der Lage, die fetthaltigen Außenwände der Pilze zu zerstören. (Seite 98)
  • Diabetes: Grüner Tee hemmt die Umwandlung von Mehrfachzucker zu Einfachzucker und hilft dadurch, das Blut vor dramatisch ansteigenden Zuckerwerten zu schützen. […]. Sein Einsatz sollte immer in Kombination mit einer Diabetikerdiät erfolgen. (Seite 103)

 

Und zuletzt etwas über die Schönheit von innen, nochmals zitiert aus dem Buch:

Durch und durch schön mit grünem Tee

  • Die Saponine des grünen Tees binden Fette, so dass sich unser Blutfettspiegel auf einem relativ niedrigen Niveau stabilisieren kann.

  • Als Folge davon ist unser Stoffwechsel weniger mit kalorienreichen Fettmolekülen belastet. Überschüssige Kalorien muss er dann nicht mehr in einem Fettdepot speichern.

  • Indem er freie Radikale abfängt, ist der grüne Tee für unsere Haut von großer Bedeutung. Der grüne Tee holt aggressive Substanzen aus der Haut heraus und lässt sie dadurch jünger und straffer aussehen.

  • Grüner Tee harmonisiert unsere Seele und lässt uns auch auf diese Weise von innen heraus schön sein. Aber nur unter einer Bedingung: Er verlangt Zeit! Er will nicht einfach nebenbei hinuntergestürzt, sondern auch in einer noch so kleinen Pause bewusst genossen werden.

  • Diese positive Wirkung des Teegenusses können Wissenschaftler mittlerweile bestätigen. Es gibt konkrete Beweise, dass der Glanz von Augen und die Festigkeit von Nägeln und Haut mit unserer jeweiligen Stimmungslage zusammenhängen.

 

Ich hoffe, jede Leserin und jeder Leser konnte zumindest ein kleines bisschen etwas aus diesem Beitrag herausziehen. Ich bin überzeugter denn je, weiterhin täglich meinen grünen Tee zu trinken und versuche in Zukunft, ihn noch bewusster zu genießen.

Herzliche Grüße
Cecilia


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Es ist, was es ist…

19.10.17

Einfach schön. Zum Nachdenken anregend.

„Es ist Unsinn“, sagt die Vernunft.
„Es ist, was es ist“, sagt die Liebe.
„Es ist Unglück“, sagt die Berechnung.
„Es ist nichts als Schmerz“, sagt die Angst.
„Es ist aussichtslos“, sagt die Einsicht.
„Es ist, was es ist“, sagt die Liebe.
„Es ist lächerlich“, sagt der Stolz.
„Es ist leichtsinnig“, sagt die Vorsicht.
„Es ist unmöglich“, sagt die Erfahrung.
„Es ist, was es ist“, sagt die Liebe.

 

Erich Fried


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Das ist Kuba!

15.10.17

Ja, es war eine wahnwitzige Annahme, dass ich und Cubano uns ein Leben in Kuba aufbauen könnten. Dass wir die unsinnige und naive Hoffnung hatten, irgendwann ein einigermaßen angenehmes Leben dort gemeinsam führen zu können.

Ich bin jetzt endlich geläutert – hab verstanden wie das Ganze wirklich funktioniert und dass die normale Bevölkerung absolut keinen Stich hat gegen die korrupte Regierung! Du kannst immer wieder mit aller Kraft versuchen etwas aufzubauen – du kannst dir sicher sein, dass die Regierung dir wieder einen dicken Knebel zwischen die Beine wirft. Es darf ja nicht sein, dass du einigermaßen anständig leben kannst. Das Leben eines Kubaners in Kuba ist NICHTS wert. Absolut NICHTS!

Und wenn es mal nicht die Regierung ist, die überall ihre gefakten und fadenscheinigen Bussen einzieht bei Menschen, die sich selber nicht einmal Schuhe leisten können, dann ist es ein Hurrikan oder Überschwemmungen.

Ja, ich hab es jetzt endlich kapiert. Dieser Kampf war von Anfang an aussichtslos.

Cubano geht’s nicht wirklich besser, er selber meint aber, dass er am Montag aus dem Spital entlassen werden kann. Ja, und was dann? Tja, seine Arbeit kann er nicht weiterhin ausführen, obwohl er und auch ICH noch Geld dafür reingesteckt haben vor seinem Spitalaufenthalt, damit er nach seinem Aufenthalt eine gute und solide Grundlage hat, um mit seinem Leben neu beginnen zu können.

Aber ja, wer hätte es gedacht!!! Es passierte dasselbe, wie damals, als er 1 TAG LANG weg war von seinem Geschäft, weil er wegen unserem Visum zur Schweizer Botschaft musste. DIE REGIERUNG HAT DIE GESAMTE WARE VON CUBANO BESCHLAGNAHMT!!!

Wie viel mal diese Scheiße schon passiert ist, wage ich gar nicht mehr zu zählen!!! Denn beschlagnahmt kann sozusagen ALLES werden, denn das meiste ist in Kuba ja sowieso illegal und darf AUSSCHLIESSLICH von der Regierung verkauft werden! Wir reden hier auch von Gemüse zum Beispiel!!! Und bei Cubano ist es leider so, dass er nur alleine mit der legalen Ware niemals soviel einnehmen könnte, um davon leben zu können. Die Regierung zwingt die Leute ja quasi dazu, illegale Sachen zu verkaufen um davon leben zu können, nur um sie dann bei jeder sich bietenden Gelegenheit vollständig auszunehmen und die gesamte Ware im Namen der Regierung beschlagnahmen zu können!!! Mich würde mal interessieren, wo diese Ware schlussendlich landet???

Ich hab so die Schnauze voll. Wirklich.

Denn am Ende, am allerletzten Ende von diesen ganzen scheiß Dramen, stehe immer ICH!!!

Dennnnnnn… man überlege mal, was macht Cubano denn nun? Ohne Arbeit? Sein Arzt meinte, dass er unbedingt so schnell wie möglich wieder arbeiten sollte, damit er nicht wieder in eine Depression fällt. Das hatten wir in der Vergangenheit nämlich auch schon mal – hab ich auch schon durch mit ihm!

Ja, Cubano bittet mich also um Geld, damit er sein Geschäft wieder aufbauen kann. Und es ist keines mehr da! Ich kann ihm nicht mehr helfen! Cubano ist verzweifelt und meint zu mir, dass wenn er wieder in eine Depression falle, er sich umbringen werde, weil er das nicht mehr aushalten könne!

Tja. Ende vom Lied? Mir wird wieder einmal eine solche Scheiße aufgebürdet, die ich absolut nicht mehr stemmen kann und stemmen will!

Ich bin eine Person, die immer alles bis zum bitteren Ende durchhält! Denn ich habe ein verdammt gutes Herz und kann nicht aufgeben, bevor ich nicht vor mir selber eingestehen muss, dass ich selber einen großen Schaden nehmen würde, wenn ich jetzt NOCH WEITER gehen würde.

Bis dahin vergeht aber viel Zeit, viel Zeit in der ich kämpfe und allen Übeln zum Trotz immer wieder aufstehe und weitermache! Doch wenn ich dann an dem Punkt bin, an dem ich aufgebe und keinen Schritt mehr tun kann, DANN ist wirklich der  Zeitpunkt gekommen, an dem es schon sehr kritisch ist für mich selber und meine Gesundheit und mein Leben.

Soweit bin ich jetzt. Einmal mehr in meinem Leben. Zu nett, zu empathisch, zu sensibel und zu blöd.

Nun hab ich ganze 26 SMS vorbereitet, die ich dem völlig niedergeschlagenen Cubano heute schicken werde. Gestern hat die Diskussion zwischen ihm und mir aufgehört, nachdem Cubano mir schrieb, dass er sich komplett alleine fühle, all seine Träume und Hoffnungen zunichte sind und er sich ein Beruhigungsmittel habe geben lassen vom Arzt, weil es ihm so schlecht geht.

Und heute werde ich ihm schreiben, dass er jetzt selber kämpfen muss. ER selber muss für SICH UND SEIN LEBEN KÄMPFEN!

Ich kann es nicht mehr! Und wenn ich ihm schreibe, dass er jetzt selber schauen muss wie er aus dem Sumpf rauskommt, fühl ich mich wie die allerletzte Person der Welt. Wie eine Person, die sich nicht darum schert, WIE schlecht es ihm geht und wie schlecht seine Zukunft aussehen wird! Dabei hab ich ja 5 Horrortage von ihm miterlebt und WEISS, wie übel es ihm geht!!! Wissend also, dass er direkt in die nächste Depression laufen könnte! Vor allem dann, wenn ich ihm auch noch meine Unterstützung entziehe, weil ich mich jetzt selber stützen muss!

Ich muss auch ernsthaft überlegen, ob ich diese Beziehung noch will und das wird er ebenfalls zu lesen kriegen in den SMS. Denn ich hab jetzt genug, ich hab 2 Jahre lang gekämpft für eine Person und eine Sache, von der ich nie das kriegen konnte, was ich brauchte und was eine Beziehung ausmacht! Das ist niemandes Schuld, aber es ist eine Tatsache, die ich nicht länger verleugnen kann! Meine absolut unglaubliche und riesengroße Geduld ist zu einem Ende gekommen.

Welche Wahl bleibt mir? Und was tu ich, wenn Cubano tatsächlich wieder in eine Depression fällt? Sich vielleicht auch umbringt? Es gibt immer wieder Meldungen aus Kuba von Personen, die sich das Leben nehmen. Wen wundert’s, so wie diese armen Menschen leben müssen!

Also. Was mach ich jetzt mit mir und meinen Gedanken und den vorbereiteten 26 SMS? Bleibe ich hart und schick ihm die ganze Litanei, wissend dass es vielleicht eine Hilfe sein kann für ihn, das Leben endlich selber in die Hand zu nehmen und nicht immer darauf zu warten, dass andere sich um sein Leben kümmern? Einige glasklare Worte ohne Mitleid, die er bestimmt sonst von niemandem zu hören kriegt und die ihm hoffentlich eine neue Perspektive aufzeigen und ihn dazu zwingen, sich selber endlich mal zu reflektieren? Das wäre meine Wunschvorstellung! Aber auch dann, mit den besten Absichten der Welt und einem großen Willen, sein Leben selber in Ordnung zu kriegen – welche Chance kriegt man dafür in Kuba???

Oder kann es aber andererseits das absolute Todesurteil sein für uns und unsere Beziehung. Und könnte es ihn in eine noch aussichtslosere und tragischere Situation bringen und würde er sich noch einsamer fühlen mit dem Wissen, dass auch die letzte Stütze noch wegfällt, die er hatte? Fühl ich mich dann schuldig, wenn etwas passiert? Ich weiß, dass ich es nicht wäre, die Frage ist deswegen auch, ob ich mich schulden FÜHLEN WÜRDE!

Kann ich mit dem Druck leben? Umgehen? Mit dem Druck, dass ICH die Person bin, die eine Person noch tritt, die schon lange am Boden liegt? Ich fühl mich nämlich so beschissen gerade, wie wenn ich so etwas tun würde!

Und doch hab ich ihm während 2 Jahren immer wieder geholfen aufzustehen, wenn er am Boden lag. Ich war die Person, die ihm Kraft gab, ihm gut zusprach und ihm immer wieder neue Hoffnung machte und für ihn stark war.

Soviel Druck. Den ich nicht mehr ertragen kann.

Mit solchen Gedanken gebe ich mich je länger je mehr regelmäßig an Wochenenden ab. So ist mein Leben. Seit 2 Jahren. Hab die Schnauze so etwas von gestrichen voll!!!


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Lebenszeichen von mir!

08.10.17

Ich hab jeden Tag daran gedacht, dass ich eeeeendlich mal ein Update schreiben sollte. Dass ich euch gerne darüber informieren möchte, wie es mir geht. Doch ich hab irgendwie die Kraft und Energie dafür bisher nicht gefunden.

Auch jetzt hab ich die nicht wirklich, aber möchte doch endlich mal kurz berichten, was bei mir abgeht. Entschuldigt bitte, wenn es nicht sehr detailliert ist, ich muss vieles selber noch verarbeiten oder für mich irgendwie sortieren und hab auch keine Kraft, alles genauer zu erklären.

Cubano war bei mir. Ich hab ihn am Flughafen kaum mehr erkannt. Er sah sehr schlecht aus und hat ca. 20 Kg zugenommen. Wie ich dann in den Stunden danach erfuhr, leidet er seit längerem unter einer ziemlich starken Depression (hat er mir gegenüber nie wirklich erwähnt, höchstens stark abgeschwächt und am Rande) und diese hat ein Stadium erreicht, an dem er sich – laut seinem Arzt – dringend einweisen lassen müsste.

Der Flug in die Schweiz und der Kulturschock haben dann bewirkt, dass es ihm zunehmend schlechter ging hier bei mir. Am Donnerstag kam er an und am Freitag hab ich bereits seinen Rückflug umgebucht auf den Montag darauf. Er verbrachte also nur ganze 5 Tage hier in der Schweiz.

Der Plan war, dass er sich in Kuba so schnell wie möglich einweisen lassen würde. Er hatte unbedingt in die Schweiz kommen wollen um mit mir persönlich zu sprechen über uns und alles was sich ereignet hat und auch, damit ich seinen Zustand sehen kann und ich ihm auch direkt persönlich ins Gesicht hätte sagen können, wenn ich mich hätte von ihm trennen wollen aufgrund seiner Erkrankung.

Es waren für uns beide sehr strapaziöse Tage. Ein rauf und runter und wir waren beide froh, als der Montag endlich da war. Diejenigen, die sich mit der Krankheit „schwere Depression“ auskennen, können vielleicht ein wenig erahnen, wie es uns ergangen ist in diesen Tagen.

Kurzum: wir haben sozusagen gar nichts erlebt hier zusammen und das ganze Gekämpfe um das Visum und all unsere Anstrengungen waren sozusagen fast umsonst gewesen. Auch meine Eltern hat er leider nicht kennenlernen können.

Zurück in Kuba verzögerte sich die Einweisung leider ziemlich, da er noch einiges in seinem Leben und mit seiner Familie klären und in Ordnung bringen musste (er meinte, dass er das noch tun muss, weil er sich sonst nicht auf sich und seine Heilung konzentrieren kann) und auch der zuständige Arzt war noch abwesend. Letzten Mittwoch konnte er aber dann endlich eingewiesen werden.

Leider gibt es aber auch dort schon wieder die ersten Schwierigkeiten und Probleme und ich habe fast keine Kraft mehr für ihn und seine Probleme.

Ich beschäftige mich gerade ziemlich stark mit mir selber. Ich versuche herauszufinden was das alles mit mir jetzt gemacht hat. Wie ich zu allem stehe, wie ich das verarbeite und wie die Zukunft aussehen soll. Denn momentan sieht alles ziemlich düster aus.

Außerdem versuche ich immer noch, den Schock über den Zustand von Cubano zu verdauen. Ich hatte schon angenommen, dass er nach allem, was er erlebt hat im letzten Jahr, etwas mitgenommen sein wird. Aber so wie er aussah, hat er mir eine Heidenangst eingejagt und ich weiß wirklich nicht, wie lange es noch geht, bevor er umkippt.

Bitte seid nicht böse, wenn ich in der nächsten Zeit vielleicht nicht so präsent bin. Ich muss sehr vieles überdenken.

Liebe Grüße
Cecilia


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Countdown läuft!

20.09.2017

Heute ist meiner erster Ferientag seit Ewigkeiten! Und, was macht mein lieber Körper? Genau, schlapp!

Fühl mich krank und schlapp und hab nur etwa einen Drittel von allem geschafft, was ich heute noch erledigen wollte! Auf der Liste stand: Wohnung putzen, einkaufen gehen, Decke & Kissen für Cubano aus dem Schrank kramen und Bett frisch beziehen, mich selbst vielleicht auch endlich mal noch etwas aufhübschen, etc., etc.,… Aber nein, mein schöner Plan wurde auf den Kopf gestellt. Hatte einfach zu viel Stress in der letzten Zeit und das rächt sich irgendwann und mein lieber Körper meint zurecht, dass er jetzt mal eine Pause einlegen will.

Ich habe das erledigt was ich konnte und werde morgen früh noch den Rest machen. Hoffe ganz fest, dass ich dann wieder ganz gesund und munter bin!!! Möchte meinen Liebsten nach dieser langen Zeit nicht bleich und nasetriefend empfangen. Aber neiiiin, positiv denken!

Ich werde ihn also hoffentlich morgen am Flughafen in die Arme schließen können und hoffe, dass bis dahin alles reibungslos funktioniert. Und sonst gibt es ja immer genügend Leute, die ihm dann helfen können unterwegs. Er schafft das schon.

Meine Nervosität steigt langsam und ich hoffe, ich kann morgen alles Nötige noch erledigen, ohne in Hektik zu geraten. Ich werde dann vielleicht vom Flughafen aus noch ein kurzes Update schreiben, wenn die Zeit noch reicht und falls meine Finger vor lauter Nervosität die Tasten überhaupt noch treffen 🙂

Bis dahin, alles Liebe für euch und ihr werdet von uns hören ❤
Cecilia


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Noch 4 Tage…

17.09.2017

Guten Morgen ihr Lieben 🙂

Ich habe mich wieder beruhigt. Sogar ziemlich schnell, nachdem ich die Fotos aus Kuba gesehen habe von Menschen, die einfach gar nichts mehr haben. Die sitzen vor den Trümmern ihrer Häuser und haben GAR NICHTS MEHR.

Die Situation ist sehr schlimm! In Havanna gab es viele komplett eingestürzte Häuser, noch viel mehr teilweise eingestürzte Häuser. 7 Personen sind in Havanna gestorben (in ganz Kuba waren es insgesamt 10 Personen).

Die meisten der 7 Personen in Havanna sind gestorben wegen einstürzenden Häusern. Das ist so traurig!

Mit Cubano bin ich auf einer neutralen Ebene gelandet. Es war alles zu viel für mich. Der Stress der letzten Zeit dämpft die Vorfreude. Die Angst, dass wir uns fremd sind und viel Zeit brauchen werden, um uns überhaupt wieder anzunähern, schmälert die guten und schönen Gefühle, die ich habe oder haben sollte.

Somit sehe ich dem Wiedersehen mit gemischten Gefühlen entgegen, aber ich denke und hoffe, dass alles leichter und positiver wird, wenn ich ihn dann wirklich wieder einmal direkt vor mir stehen sehe, ihn umarmen und spüren kann. 16 Monate ohne einander war definitiv ZUVIEL! Ich rate das niemandem an, der in einer Fernbeziehung ist – und sei die Beziehung noch so stark! Denn ich stufe die Beziehung von Cubano und mir als sehr stark ein. Aber stellt euch vor, ich habe 16 Monate lang nicht einmal EIN FOTO von ihm gesehen! Geschweige denn mit ihm skypen können! NICHTS! Nur Telefonate und Tausende von SMS.

Nie wieder werde ich eine so lange Zeit ohne ihn verbringen. Es ist mir eine Lehre! Aber es war aus der Not heraus so gekommen und wir haben den Kampf angenommen und werden ihn hoffentlich auch gewinnen.

Ich danke allen lieben Bloggerinnen, die mir so tolle und hilfreiche Kommentare geschrieben haben auf meinen letzten Blogbeitrag. Ihr habt mir sehr geholfen damit ❤

Liebe Grüße
Cecilia


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Er hat sich gemeldet!

11.09.2017

Ich darf euch eine Entwarnung geben! Cubano und auch seiner Familie geht es gut! Er schrieb mir vorhin folgendes:

„Hallo mein Schatz, jetzt kam gerade der Strom zurück. Uns geht es Gottseidank gut, aber der Hurrikan kam bis Havanna mit enormen Überschwemmungen.“

 

Weiter schrieb er dann noch von seinem Auto, das wir uns gemeinsam zusammengespart hatten. Tja… was soll ich sagen? Es ist einmal mehr eine absolut frustrierende, traurige und niederschmetternde Sache! Obwohl ich ja wirklich unglaublich froh und dankbar bin, dass es Cubano gut geht! Aber die Autos in Kuba – auch die größten Schrott-Karren – sind sehr teuer und wir hatten wirklich einiges reingesteckt. Seine Worte dazu waren:

„Das Auto bekam Risse, das Wasser der Überschwemmung hat den Motor zerstört und es fiel ein Stück vom Dach des Parkings auf das Auto und auch auf alle anderen Autos dort.“

 

Nach Nachfragen meinerseits stellte Cubano dann klar, dass an diesem Auto nichts mehr zu retten ist und er versuchen wird, einige Einzelteile davon zu verkaufen.

Ganz ehrlich, mir geht es gerade absolut beschissen! Einfach weil NIE etwas funktioniert und wir uns NIE etwas aufbauen können! Immer geht alles wieder verloren oder geht kaputt oder wird zerstört. Es ist nicht das erste Mal, dass unser Eigentum kaputt geht. Ich weiß dass ich jetzt einfach nur froh und dankbar sein müsste. Schließlich hätte es für Cubano auch sehr viel schlimmer werden können!

Trotzdem, ich bin gerade absolut am Anschlag. Es gibt einfach den einen Moment, an dem man nicht mehr kann… ich weiß gerade echt nicht, ob ich diesen Moment nicht gerade erreicht habe!

Ich muss dazu sagen, dass ich euch hier nur in homöopathischen Dosen vom Leben in Kuba schreibe. Es gäbe noch so viel mehr, aber es ist einfach ZU VIEL! Ich will ja auch niemanden überfordern und schon gar nicht möchte ich immer nur von Dramen und negativen Sachen schreiben. Es wäre auch für mich sehr schön, wenn ich euch zwischendurch einmal von einem schönen Erlebnis berichten könnte.

Mir reicht es gerade einfach. Ich möchte nur noch die Decke über den Kopf ziehen und meine Ruhe haben 😦

Ich hoffe, morgen geht’s mir wieder besser. Vielen Dank an euch alle, die uns die Daumen gedrückt und an uns gedacht haben!

Und bitte denkt nicht schlecht von mir, weil ich an etwas Materiellem so hinterher trauere, obwohl ich froh und dankbar sein kann (und auch bin!) dass es Cubano gut geht. Aber wie gesagt – es ist schon so vieles passiert und wir sind schon sooo lange am Kämpfen und immer wieder werden uns riesengroße Steine in den Weg gelegt. Ich halte das einfach nicht mehr aus…

Cecilia