Rund um meine Karibik-LIEBE


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Ich melde mich mal wieder…

23.09.2018

Liebe Blog-Leserinnen und Blog-Leser

Ich möchte mich wieder einmal zu Wort melden. Es gäbe so viel zu erzählen und doch weiß ich gar nicht, wie ich das alles in Worte fassen soll.

Deswegen bleibt es wohl fürs Erste mal bei einem kleinen und kurzen Update.

Zuerst einmal wollte ich in die Runde fragen, ob mir jemand sagen kann, ob ich gegen irgendwelche Vorschriften verstoße (bezüglich DSVGO Datenschutzgesetz) wenn ich kein Impressum online gestellt habe? Denn der Sinn von einem Blog mit einem Pseudonym ist ja, dass man anonym bleibt. Ich müsste – falls wirklich zwingend ein Impressum nötig ist – meinen Blog wohl auf privat stellen… das heißt für mich, den Blog ganz zu beenden, weil ich das Ganze mit dem Privat-Stellen echt blöd finde und nicht machen will.

Oder gilt das für mich als Schweizerin nicht? Ich blicke da echt nicht durch und ich habe gerade auch keine Energie und Kraft, mich auf tausend Seiten darüber einzulesen und mich schlau zu machen. Falls also jemand das gerade sicher weiß, wäre ich über eine kurze Info dankbar.

Heute vor einem Jahr hätte die Welt untergehen sollen… könnt ihr euch an das Datum 23. September 2017, Tag des Weltunterganges, erinnern? Wahrscheinlich nicht, obwohl es dazumal vielerorts in den Medien aufgerollt worden ist. Aber so etwas vergisst man schnell wieder und die Erde dreht sich ja auch immer noch.

Doch mir ist das Datum hängen geblieben… vor einem Jahr war nämlich Cubano bei mir und wir haben diesen Tag gemeinsam verbracht. Ich weiß noch wie ich damals dachte, dass es ja nicht so schlimm wäre, wenn an diesem Tag die Welt untergehen würde – weil ich mit meinem Liebsten dann immerhin gemeinsam sterben würde.

Klingt blöd und schnulzig und war auch eher ironisch gemeint, weil ich nicht an den Weltuntergang geglaubt hatte.

Ja… 1 ganzes Jahr ist es her, seit ich Cubano das letzte Mal gesehen habe. Diese zermürbenden 5 Tage hier in der Schweiz mit ihm zusammen werde ich niemals vergessen.

Er sucht wieder den Kontakt zu mir, nachdem wir monatelanges Schweigen zwischen uns hatten. Ich versuchte mit allem abzuschließen, es gelang mir mehr schlecht als recht. Aber ich hielt mich aufrecht und stark, trotz riesigem Loch im Herz. Er versucht mir zu erklären, wie leid ihm alles tut und er will sich ändern und alles besser machen. Er habe aus seinen Fehlern gelernt und bereue alles.

Ob ich ihm das glaube? Nein. Ich schrieb ihm, dass ich das zuerst mit meinen eigenen Augen sehen müsste, bevor ich es ihm glauben könne.

Vielleicht werde ich das tun. Ihm diese letzte Chance geben und nächstes Jahr einen Flug nach Kuba buchen. Ich kenne ihn sehr gut und könnte schnell erkennen, ob seine angebliche Veränderung nur eine Masche oder tatsächlich vorhanden ist.

Ich bin momentan sehr stark auf mich und mein Leben fokussiert. Und wisst ihr was, das tut soooo verdammt gut!!! Und es war schon lange lange lange Zeit überfällig. Ich kümmere mich um mich selber, umsorge mich und schaue gut zu mir – das was ich bisher immer nur für andere, aber nie für mich selber getan habe!

Cubano schrieb mir, dass er mich in allem unterstützen werde und dass er immer an meiner Seite sei und zu mir stehe – so wie ich es die ganzen Jahre über für ihn getan habe. Durch mich habe er gelernt, was es heißt, jemanden wirklich zu lieben.

Und wisst ihr was? DAS glaube ich ihm sogar – denn ich habe ihn geliebt. Selbstlos, ehrlich und tiefgründig. Es wäre schön, wenn er daraus etwas gelernt hat. Auch wenn es mit uns nichts mehr werden sollte, wünsche ich ihm für sein Leben doch immer nur das Beste.

Ich wünsche euch allen einen wundervollen Sonntagabend.

Herzlichst
Cecilia

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Ende

22.06.2018

Die Beziehung von mir und Cubano ist beendet. Er hat es heute beendet weil ich keine Kraft mehr habe weiterzukämpfen und noch mehr für ihn zu tun, mich noch mehr aufzugeben, mein Leben noch mehr aufzugeben als ich es schon getan habe. Er sagte Sachen, die mich unglaublich verletzt haben.

Er hat sich über die ganze Zeit hinweg sehr verändert. Er hat auch viel durchmachen müssen. Weil ich den ganzen Weg mitgegangen bin, weiß ich das. Doch das gibt ihm nicht das recht so mit mir umzugehen.

Es ist vorbei und seine letzten Worte waren, dass er mich vergessen wird und ich nie wieder etwas von ihm hören werde.

Es tut gerade nicht mal mehr weh, es ist einfach alles nur noch taub.

Ich hatte mir zuvor schon die Augen aus dem Kopf geheult. Jetzt sind sie nur noch trocken und ich bin erschöpft. Fast zu erschöpft für dieses Leben. Mein Leben, das so inhaltslos und trist geworden ist über die Monate und Jahre. Ich habe mich selber aufgegeben, weil ich einem Menschen so unbedingt helfen wollte und ihm alles geben wollte was ich konnte.

Ich habe zu viel gegeben. Und es bleibt nichts mehr. Vielleicht (hoffentlich) hab ich noch irgendwo einen kleinen Samen der Freude und des Neubeginns in mir, der keimen wird und der mir wieder Sinn und Mut gibt, dieses Leben zu bestreiten.

Wieso habe ich das alles verdient? Ich musste wohl vieles lernen.

Ich muss gerade noch meine Gedanken sortieren und alles sacken lassen.

Ich fühlte mich noch nie so missverstanden, so falsch und gemein behandelt und so ohnmächtig.

Danke an alle, die mich auf meinem sehr steinigen Weg mit Cubano begleitet haben. Leider ist das Ende anders verlaufen, als ich es mir gewünscht und erhofft habe. Ich und Cubano haben jahrelang für eine gemeinsame Zukunft gekämpft.

Es scheint mir eine Ewigkeit her zu sein, dass wir einen glücklichen und sorgenfreien Tag miteinander verbracht haben. Viele gab es davon leider nicht, doch diese wenigen werde ich für immer in meinem Herzen tragen. Mist, jetzt bin ich doch wieder traurig… da ist das taube Gefühl doch einiges besser als diese tiefe Traurigkeit 😦

Cecilia


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Schmerz läutert

27.05.2018

„Ein großer Schmerz läutert, indem er die Seele zwingt, ihr Tiefstes zu sammeln.“

Zitat von Ferdinand von Saar

 

Schmerzen.
Ich habe in den letzten Jahren viele Arten und Formen von Schmerzen kennengelernt.
Und mir ist schon oft aufgefallen – nachdem der Schmerz jeweils wieder etwas abgeklungen war – dass ich mich anders, ruhiger, mehr in meiner Mitte gefühlt habe und mir besser habe bewusst machen können, was ich ändern muss im Leben und wie ich weiter vorgehen sollte, damit mir ein solcher Schmerz hoffentlich in Zukunft erspart bleiben wird.

Doch leider ist das jeweils von kurzer Dauer… man fällt in seinen Trott… in seine Verhaltensweisen und Denkmuster. und BUMMM….. krümmt man sich wieder vor Schmerzen. Bei mir ist es zumindest so. Heute habe ich mich 3 Stundenlang gekrümmt im Bett… bis endlich, endlich, endlich die Schmerzmittel gewirkt haben. Ich nehme sonst so gut wie nie Medikamente. Auch nicht wenn ich tagelang Kopfschmerzen habe. Aber DIESE Schmerzen, hielt ich kaum mehr aus.

Ich musste mich einige Male zwingen, nicht in Ohnmacht zu fallen vor lauter Schmerzen. Das ist echt nicht lustig… es zerrt unglaublich an den Kräften. Ich spritzte mir kaltes Wasser ins Gesicht, hielt meinen Kopf zwischen die Knie, versuchte trotz extrem schwacher Beine etwas herumzulaufen um den Kreislauf anzukurbeln… alles hab ich probiert.

Es ist so, dass ich leider in der letzten Zeit häufig sehr sehr starke Regelschmerzen habe. Je mehr Stress und Sorgen ich habe, desto stärker und heftig muss ich während dieser 3-4 Tage während der Mens leiden. Ich habe jetzt schon jeweils 1 Woche vor der Regel Panik und hoffe jeweils immer nur, dass es dieses Mal nicht GANZ so schlimm werden wird.

Meine Frauenärztin hat gemeint, dass ich Anzeichen von Endometriose aufweise. Das ist eine Krankheit, die sehr sehr schmerzhaft ist. Diejenigen unter euch, die das kennen oder selber durchmachen, wissen von welcher Intensität diese Schmerzen sind.

Das seltsame daran ist, dass ich all die Ernährungsformen und Tipps befolge, die empfohlen werden, um keine Endometriose zu kriegen. Und das tu ich seit Jahren, schon bevor ich überhaupt daran gedacht habe, dass ich diese Krankheit jemals bekommen könnte. Demnach ist bei mir mein einziger und schlimmster Auslöser wohl mein STRESS. Mal wieder.

Es scheint so, als ob mich mein Leben mit dieser Fernbeziehung und den ganzen endlosen Dramen immer mehr dazu bringt, krank und geschwächt zu sein. Körperlich und psychisch. Ich mache mich mit dieser Fernbeziehung selber kaputt.

Ich hatte in den letzten Monaten sehr viele Schmerzen, körperliche und seelische. Ich habe langsam genug, ich bin ausgebrannt und entmutigt. Ich bin tausend Mal geläutert worden, tausend Mal habe ich mir vorgenommen alles besser zu machen… doch ich stecke wie in einem Käfig.

Und doch gibt es jedes Mal nach dem Schmerz wieder diesen kurzen Moment der Klarheit, des Friedens und der Dankbarkeit, am Leben zu sein und das Wissen, wie wertvoll unser Körper ist und wie dankbar wir ihm sein sollten, wenn er uns tagtäglich versucht so gut es geht über die Runden zu kriegen und alles in seiner Macht stehende tut um uns gesund zu halten, Bakterien und Viren unschädlich zu machen, uns zu reinigen und alle Zellen mit genügend Sauerstoff zu versorgen.

Was ich jedoch gegen meinen Stress und dem damit verbundenen Schmerz den ich immer wieder durchleben muss, tun soll, weiß ich nicht! Ich sage mir immer wieder, dass ich lernen muss mit dem Stress zu leben, dass jeder seine Sorgen hat, jeder muss das lernen. Also wieso sollte ich das nicht schaffen?

Aber Tatsache ist, dass es bei mir einfach nur immer wieder neue Probleme vom Himmel regnet und ich echt nicht weiß, wie viel ich noch verkraften kann. Was kann ich mir und will ich mir noch antun! Wieso kann nicht einfach etwas auch einmal positiv laufen für mich? Ich versteh es einfach nicht. Ich kämpfe mich durch mein Leben und warte immer darauf, dass endlich mal etwas Gutes passiert und etwas funktioniert!!! Aber ich werde immer wieder enttäuscht, immer wieder wird mir ein neuer Felsbrocken in den Weg gelegt.

Und jetzt auch noch die Gesundheit, die abwärts geht. Was kommt als nächstes?

 


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Trauer zum Zweiten!

18.05.2018

Ich schreibe von meiner unerklärlichen und plötzlich ausgebrochenen Trauer und nach meinem Beitrag gehe ich ins Facebook und sehe überall Nachrichten von einem abgestürzten Flugzeug in Havanna!!!

104 Passagiere an Bord. Ein nationaler Flug von Havanna nach Holguín.

Und die wenigen Fotos, die man bereits von der Absturzstelle sehen konnte, sind Horror! Auf einem der Fotos sieht man Feuerwehrleute, die auf das Wrack schauen… zu ihren Füssen liegt eine tote Frau! Ich bin gerade total schockiert.

Bestätigt sind bisher 3 Überlebende in kritischem Zustand. Was mit den anderen 101 Passagieren ist, weiß ich nicht….

Das Flugzeug stürzte unweit des Flughafens in landwirtschaftlichem Gebiet ab. Die Absturzursache wird abgeklärt.

Der Flughafen ist ziemlich weit vom Stadtzentrum entfernt – zum Glück! Man darf sich nicht ausmalen was passiert wäre, wenn das Flugzeug über einem Stadtteil abgestürzt wäre.

Es ist eine riesige Tragödie und ich zünde eine Kerze an für die vielen Opfer 😦


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Trauer

18.05.2018

Trauer. Ich habe gerade so eine unendliche Trauer in mir. ich legte mich vorhin ins Bett und die Tränen liefen mir nur so über die Wangen…

Ich fühlte eine so tiefgreifende Trauer in mir, die innerhalb von Sekunden plötzlich da war. Ich weiß nicht woher dieses Gefühl so plötzlich aus dem Nichts kam!

Kennt ihr das auch? Dass ihr euch ohne einen Grund plötzlich so traurig fühlt, dass ihr einfach nur noch weinen könnt und am liebsten gar nicht mehr aufhören würdet?

Ich versuchte während dem Weinen in mich hineinzuhorchen und kam der Trauer ein bisschen mehr auf die Spur. Ich weinte um mich selber.

Um mein „altes“ Ich. Mein bisheriges Ich. Mein Leben wie es bis vor ca. 1,5 Jahren noch war.

Ich habe in den letzten Monaten eine sehr große Wandlung durchgemacht. In allen Bereichen. Ich hatte aufgehört meine Haare zu färben und bin jetzt zwischen braun- bis grauhaarig. Was in den 30-ern eher selten anzutreffen ist, aber auch ganz speziell und einzigartig ist 🙂 . Aber ich hatte schon seit meinem 20. Lebensjahr die ersten grauen Haare und habe endlich vor ca. 1,5 Jahren entschieden mich nicht mehr zu verbiegen und meine Haare kaputt zu färben, nur um anderen Menschen zu gefallen.

Danach fiel auch das Schminken weg, wobei ich mich nie sehr stark geschminkt hatte. Alles an mir, was ich mir lange Zeit als Maske oder Fassade aufrechterhalten hatte, ließ ich langsam und sachte los.

In dieser ganzen Zeit fing ich auch an meine Wohnung zu räumen, altes auszumisten…. später kamen dann noch Freunde dazu, die ich endlich loslassen musste, da sich unsere Leben komplett auseinandergelebt haben.

Ich bin an einem Punkt angelangt, den ich nicht für möglich gehalten hätte. Denn es fällt mir plötzlich viel viel leichter, etwas loszulassen. Was ich anfangs dachte, werde ich niemals können, wurde plötzlich immer ein bisschen greifbarer und irgendwann im ganzen Prozess fühlte ich mich der Aufgabe dann plötzlich gewachsen und konnte es tun!

Man wächst mit und an der Aufgabe, das ist doch immer so. Auch wenn man sich das bei einem Loslass-Prozess nicht wirklich vorstellen kann anfangs. Aber das kennen wir ja bestimmt alle von der schmerzhaften Trennung eines Partners – anfangs erscheint es einem völlig undenkbar, auch nur einen Tag ohne den anderen zu leben. Doch das ändert sich dann je länger man in diesem Trennungsprozess drinsteckt. Bis man es geschafft hat und nach vorne blicken kann.

Und mit jedem Gedanken, jeder Emotion, jedem Gegenstand in meiner Wohnung, jedem alten und nicht mehr stimmigen Glaubenssatz, jeder Gesellschaftsnorm die nicht zu mir passt und der ich mich immer unterworfen hatte aus ANGST, ICH SELBER ZU SEIN UND NICHT AKZEPTIERT ZU WERDEN SO WIE ICH BIN, fühle ich mich ein kleines Stück befreiter!

Es ist ein schmerzhafter Prozess. Und ein sehr sehr langwieriger Prozess. Ich habe schon unglaublich viel gelernt und habe mich persönlich stark weiterentwickelt. Und trotzdem trauere ich ab und zu meinem alten ICH nach. Wahrscheinlich weil es so unwiederbringlich ist.

Aber es hat alles seinen Zweck und fast genauso groß wie meine Trauer, die mich gerade so überwältigt hatte, ist auch die Freude und Neugierde darüber, was wohl kommen wird, welche Erfahrungen ich machen werde mit meinem neuen ICH. Wie frei und ungebunden und authentisch ich mich in meinem neuen ICH fühlen darf.

Doch bis dahin ist es noch ein langer Weg…

Herzlichst
Cecilia


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Depression besiegen

19.04.2018

Ich überlege immer, was ich hier im Blog schreiben soll, was genug spannend und inhaltsreich ist und was euch interessieren könnte. Tendenziell schreibe ich dann meistens gar nichts, weil ich immer Angst habe, dass der Inhalt zu wenig fundiert oder spannend sein könnte. Doch nun versuche ich, mehr von mir, meinen Gedanken und meinem Leben hier mit euch zu teilen.

Ich habe mich entschlossen meinen Kampf gegen die Depression öffentlich zu machen in der Hoffnung, dass es dem ein oder anderen irgendwann vielleicht hilft, der meinen Text liest.

Ich bin in einer sehr aussichtslosen Lage ohne jeglichen Hoffnungsschimmer am Horizont. Alle Wünsche und Träume fielen in sich zusammen als Cubano zum x-ten Mal die ganze Grundlage verloren hatte, die wir uns mühsam erarbeitet hatten. In so einer Lage ist es für einen Menschen, der eine depressive Vorgeschichte hat, sehr einfach und schnell geschehen, erneut in ein dunkles Loch zu stürzen.

Doch ich finde auch den Weg wieder hinaus. Und diesen Weg will ich mit euch teilen.

Was bei mir ein bisschen ein Stolperstein darstellte, und wogegen ich jetzt arbeite, ist die Tatsache, dass mir meine Psychiaterin früher in den Sitzungen immer gesagt hatte, dass ich mich unbedingt schonen soll und mich so oft es geht ausruhen soll wegen meinem schlechten psychischen Zustand. Wenn etwas liegen bleibt im Haushalt, soll ich das einfach so belassen und mir selber etwas Gutes gönnen wie ein Bad, ein Buch lesen oder spazieren gehen.

Doch das ist für mich jetzt zu einer schlechten Angewohnheit geworden und mir wurde das erst vor kurzem bewusst. Denn es ist eine gute Ausrede in einer depressiven Phase, alles immer liegen zu lassen, den Haushalt zu vernachlässigen, sich selber vielleicht sogar auch etwas zu vernachlässigen und sich so viel Zeit wie nur möglich zu nehmen um „rumzuhängen“ und „nichts zu tun“. Klar ist das in gewissen Situationen nötig und sinnvoll, jedoch hat es bei mir dazu geführt, es als Ausrede immer wieder zu verwenden um nichts in meinem Leben grossartig anpacken zu müssen. Mein innerer Schweinehund kriegte sozusagen einen Freifahrtschein.

Ich merkte, dass mich das noch viel depressiver gemacht hat. Denn tagtäglich schaute ich meinen immer grösser werdenden Geschirrhaufen in der Küche an, den Wäscheberg, die unerledigte Post, die dicker werdenden Staubschichten.

So kann ich nicht aus meiner Depression ausbrechen. Es ist eine bequeme Ausrede, nichts tun zu müssen und sich im Gegenzug selber etwas zu „gönnen“. Doch schlussendlich habe ich damit meinen Gemütszustand nur schlimmer gemacht. Ich bin jemand, der Ordnung um sich herum braucht. Mich stört es, wenn es unordentlich und dreckig ist. Meine Wohnung soll eine Wohlfühl-Zone für mich sein, ein Ort an dem ich Kräfte tanken kann im besten Fall.

Wenn man depressiv ist, braucht man ein schönes Umfeld, einen ordentlichen und gemütlichen Rückzugsort. Und den hatte ich nicht mehr! Meine Wohnung wurde zu meiner dunklen Depressiv-Höhle und ich konnte mich zwar wunderbar darin verkriechen, aber sie gab mir ein eher bedrückendes Gefühl.

Deswegen habe ich mir auferlegt, trotz meiner Antriebslosigkeit und meinen sehr düsteren Gedanken, zu Hause jeden Tag etwas zu erledigen nach der Arbeit!

(Dazu muss ich anmerken, dass ich trotz depressiver Phase arbeiten gehe. Ich kann glücklicherweise meine Fassade dementsprechend noch aufrecht erhalten. Aber auch für jemanden der depressiv ist und deswegen nicht arbeiten kann und krankgeschrieben ist, sind die Schritte gut anwendbar).

Ja, es ist hart. Und JA, manchmal klappt es einfach nicht. Aber wenn man jeden Tag ein kleines bisschen erledigt, gibt einem das jedes Mal ein klitzekleines Glücksgefühl. Man hat nämlich dann etwas erreicht, OBWOHL es einem so schlecht geht. Man hat sich aufgerafft und hat seinen inneren Schweinehund und die Depression kurzzeitig besiegt und sich ein Stück Freiheit und Unabhängigkeit zurückgeholt!

Es klingt banal und komisch für jemanden, der noch nie an einer Depression gelitten hat. Aber alle, die schon einmal in dieser Situation waren, wissen, wie wichtig es ist so etwas zu fühlen während einer Depression. Dieses kleine Gefühl von ERFOLG, wenn man etwas erledigen konnte und nachher das Ergebnis sieht!

So habe ich angefangen mir jeden Tag etwas vorzunehmen, das ist erledigen will. Meistens habe ich mir im Kopf während des Tages einige Sachen schon überlegt, die ich erledigen könnte, grössere und aber auch kleinere Sachen. Dazu bin ich im Kopf meine ganze Wohnung und alle Utensilien so gut es ging durchgegangen und habe mich gefragt, was mich zur Zeit am meisten stört, woran mein Blick regelmässig hängen bleibt weil es unerledigt oder störend ist und welche Schublade es in meiner Wohnung gibt, die schon lange chaotisch und unaufgeräumt ihr Dasein fristet. Und je nachdem, wie es mir an diesem Tag ergangen war, habe ich abends die grössere Aufgabe oder sonst halt nur eine der kleineren Aufgaben angepackt und erledigt.

Wenn das Depressiv-Monster in euch auch tausend Mal am Tag währenddessen sagt, dass das alles nichts bringt und ihr diesen Effort gar nicht machen müsst weil sowieso alles dunkel und sinnlos ist – versucht dieser Stimme kein Gehör zu schenken. Diese Stimme mischt sich bei mir auch STÄNDIG ein. Aber dank meinen bisherigen klitzekleinen Erfolgen habe ich es jetzt meistens so gut im Griff, dass ich diese Stimme erkenne als das, was sie ist: Ausdruck meiner Depression und keinesfalls die Realität. Deswegen: anerkennen, dass sie da ist – und dann ignorieren 🙂 Klappt mit der Zeit immer ein bisschen besser, habe ich gemerkt!

Beim Aufgaben-Erledigen muss man manchmal 5 gerade sein lassen. Man darf sich auf keinen Fall ein schlechtes Gewissen machen oder sich selber dafür verfluchen, wenn man keine der sich überlegten Aufgaben geschafft hat an diesem Tag! Es soll einem nur positive Gefühle bringen, niemals noch zusätzliche negative!

Wenn man an einem Tag absolut gar nichts schafft, kann man sich selber und seinem Körper etwas Gutes tun, was ebenfalls sehr wichtig ist. Wenn ihr also abends im Bett liegt und deprimiert seid, weil ihr an diesem Tag absolut gar nichts auf die Reihe gekriegt habt, dann macht eine kleine Atemübung. Somit pumpt ihr richtig viel Sauerstoff in eure Zellen und euer Körper wird sich riesig darüber freuen und es euch danken. Dazu atmet ihr tief in den Bauch ein und zählt dazu 4 Takte (in eurem eigenen Takt, wie es euch am wohlsten ist), haltet danach die Luft an für ebenfalls 4 Takte, atmet danach gleichmässig aus in ebenfalls 4 Takten und haltet dann wieder 4 Takte. Danach beginnt das Ganze wieder mit dem Einatmen. Das könnt ihr einige Zeit machen, so lange wie es euch gut tut. Es beruhigt die Gedanken ungemein und entspannt den Geist. Ihr könnt mit dem schönen Gefühl einschlafen, heute etwas Gutes für euren Körper getan zu haben.

Zu den täglichen Aufgaben, die ich mir stelle: Eine kleine Aufgabe kann zum Beispiel sein, eine Schublade auszuräumen, zu putzen und neu einzuräumen. Dabei kann man die Sachen gleich auch neu und besser ordnen und vielleicht sogar das ein oder andere aussortieren.

Denn das ist das zweite, was mir momentan sehr hilft. AUSSORTIEREN! Ich fühle mich mit jedem Teil, das mich und meine Wohnung verlässt so viel freier und leichter! Es ist unglaublich, ich sag es euch!

So haben in den letzten Wochen viele Säcke voller Waren meine Wohnung verlassen, unter anderem Kleider für in die Altkleidersammlung, noch brauchbare Haushaltsartikel für ins Brockenhaus (Secondhand-Laden) und einiges wurde auch auf dem Sperrmüll entsorgt. Doch der grösste Teil meiner Ware fand über Verkaufsseiten im Internet einen neuen Besitzer.

Das Schöne daran ist, dass man teilweise Rückmeldungen der neuen Besitzer erhält, wie gut sie den Artikel gebrauchen können und wie gross ihre Freude darüber ist. Das gibt nochmals eine zusätzliche Genugtuung und ein supergutes Gefühl!

Klar, während einer Depressionen scheinen all diese schönen und positiven Gefühle irgendwie vermindert und gedämpft bei einem anzukommen – doch etwas davon kommt an! Und das gilt es zu geniessen und auszukosten!

Wenn ihr nur wenig Kraft habt und viele Sachen noch darauf warten, fotografiert und ins Internet gestellt zu werden – macht euch keinen Druck! Bei mir war und ist das auch so! Es geht mir meistens viel zu wenig schnell. Es ist frustrierend wenn man jeden Tag nur ein kleines Schrittchen weiterkommt und man die Kiste voller Waren anschaut, die noch darauf wartet verkauft zu werden. Da heisst es nun, geduldig zu sein, nachsichtig mit sich selber und sich einzugestehen, dass alles viel weniger schnell geht als bei einer gesunden Person. Ihr tut jeden Tag was ihr könnt, jeden Tag ein Schrittchen und auch ihr werdet so vorwärts kommen, ich verspreche es euch. GEDULD ist das absolute Schlüsselwort!

Trotz der vielen Sachen, die meine Wohnung verlassen haben, gibt es immer noch genug, das weg sollte. Doch an vielem hängen Erinnerungen. Ich lerne gerade, loszulassen! Eine weitere wichtige Erkenntnis, die eine wichtige Lektion des Lebens für mich darstellt. Loslassen von (unerfüllten) Träumen und Loslassen von schmerzhaften Erinnerungen. Ein schwieriger und doch befreiender Prozess.

Doch geht es mir ja auch teilweise gerade wegen unerfüllten Wünschen, Träumen und Hoffnungen so schlecht. Mein Ziel ist : Loslassen, alte Wunden schliessen, Frieden schliessen mit allem was war, nach vorne schauen. Altes loszulassen und seinen Blick konsequent nach vorne zu richten und sich bewusst zu machen dass nur noch zählt, was IST und KOMMEN WIRD, kann dazu führen, dass sich auch die dunklen Wolken ein kleines bisschen verziehen und man wieder Hoffnung schöpfen kann.

Und etwas loszulassen geht jedes Mal ein kleines bisschen leichter. Deswegen lasst euch nicht unterkriegen oder entmutigen. Ich garantiere euch, dass es auch euch so ergehen wird. Und mit jedem noch so kleinen Teil, das euch und eure Wohnung verlässt, fühlt ihr euch erleichtert und BEFREIT!

Heute einen ganz besonders schlechten und depressiv dunklen Tag? Dann such dir ein einziges kleines Teil in deiner ganzen Wohnung, das du nicht mehr brauchst und von dem du dich trennen kannst/willst. Oder sonst lösche einige alte Fotos auf deinem Handy, die du nicht mehr brauchst, oder alte Emails oder andere Dateien auf deinem PC. Das Ziel bei dieser ganzen Sache ist, dass du für dich das Gefühl hast am Ende des Tages, dass du TROTZ deines sooo schlechten Tages etwas getan hast, das dich einen kleinen aber wichtigen Schritt weiter bringt auf deinem Weg aus der Depression! Du bist einen kleinen Schritt in die RICHTIGE RICHTUNG gegangen, und wenn du das an deinem miesesten Tag kannst, dann kannst du das auch sonst an jedem folgenden Tag. Unterschätze nie die Wirkung einer noch so kleinen Tat!

Tipp für das Ausmisten und Räumen: Am besten stellst du irgendwo in deiner Wohnung eine Kiste auf (mit Deckel! Sonst ist die Gefahr gross, dass man reinlinst und doch wieder etwas rausholt weil man denkt es noch brauchen zu müssen). Sobald du also etwas aussortiert hast das du aus deinem „Dienst“ entlässt, packst du es in diese Kiste.

Es können auch 3 Kisten aufgestellt werden, so habe ich es gemacht. Eine Kiste ist für Dinge, die ich übers Internet versuche zu verkaufen (davon wandern mit der Zeit die Artikel die nicht verkauft werden in die zweite Kiste). Diese zweite Kiste ist nämlich für Artikel, die in den Secondhand-Shop gebracht werden sollen. Die dritte Kiste ist für Kleider, die der Altkleidersammlung übergeben werden. Wichtig ist auch, diese Kisten regelmässig zu leeren und die Sachen an ihren Bestimmungsort zu bringen. Sonst stapeln sich mit der Zeit die Waren in diesen Kisten und bedrücken und belasten einen noch länger als nötig. Bring diese Sachen weg! Es tut jedes Mal SOOO GUT! Gönnt euch dieses Gefühl ab und zu wieder, auch wenn die Kiste vielleicht erst zu einem Drittel gefüllt ist! Egal! Weg damit und Platz und Raum schaffen 🙂

Kisten

Ich habe noch eine vierte Kiste, die ist für Sachen, die ich nach Kuba mitnehmen will. Doch darin stapeln sich schon unendlich viele Artikel und ich kriege sie kaum mehr zu. Da werde ich wohl auch wieder einige Sachen rausnehmen weil ich all diese Dinge dann gar nie in einen Koffer kriege, WENN ich denn irgendwann endlich mal wieder nach Kuba reisen kann.

So, das ist der eine Teil, der dazu breiträgt, meiner Depression die Stirn zu bieten (über andere Bereiche möchte ich ein anderes Mal schreiben). Probiert es vielleicht einmal aus, ich würde mich freuen wenn es euch etwas hilft. Der Weg ist das Ziel.

Hier nochmals die Punkte zusammengefasst:

  1. Sich jeden Tag etwas vornehmen, auch wenn man komplett ohne Kraft und Motivation ist und die ganze Welt schwarz ist. Jeden Tag etwas aufräumen, putzen, entsorgen oder aussortieren.
  2. Aussortieren! (Fast) jeder Mensch in unserer Wegwerf-Gesellschaft hat zu viele Sachen in seiner Wohnung. Schnickschnack, Deko, Geschirr, Kleider, Schuhe… Beginnt diejenigen Sachen auszusortieren, die euch nur belasten und nichts bringen. Sachen, für die ihr immer wieder einen Platz suchen müsst, die ihr immer wieder abstauben müsst – die aber keinen wirklichen Nutzen (mehr) haben in eurem Leben. Seid da ehrlich mit euch und auch mal strikt!
  3. Loslassen! Manchmal ist es Zeit für eine Bestandsaufnahme im Leben. Ja, einiges hat man vielleicht nicht erreicht. Dafür ist man in anderen Bereichen gewachsen, die einem im Moment als „nicht wertvoll“ erscheinen – die aber in Zukunft Wege eröffnen können, von denen man jetzt noch nicht einmal etwas erahnt oder sich erträumen kann. Unerfüllte Träume loszulassen kann erleichternd sein. Ebenso kann es gut tun, Gegenstände in der Wohnung loszulassen und wegzugeben, an denen man zwar hängt, die aber keinen Nutzen mehr haben und einen unbewusst eher erdrücken als erfreuen.

 

Was ich am Schluss anmerken will: eine aufgeräumte Wohnung trägt auch zu einem ruhigeren und klaren Geist bei – ich glaube, es gibt darüber sogar ein Sprichwort (das mir gerade nicht einfällt). Und ich kann das nur bestätigen. Wenn ich in meiner Küche etwas erledigen muss und sie komplett schön aufgeräumt und geputzt ist (was leider immer noch zu selten vorkommt 😦 ), dann merke ich sofort, wie auch mein Geist viel ruhiger und geordneter wird und ich auch um einiges gelassener bin, als in einer chaotischen Umgebung. Und das ist mein Ziel, mich immer so zu fühlen wie in diesen momentan noch sehr seltenen Momenten, in denen ich gelassen bin und meine Gedanken geordnet sind und ich FÜHLE, DASS ICH MEIN LEBEN WIEDER UNTER KONTROLLE HABE!

 

Herzliche Grüße
Cecilia


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Einfach beginnen :)

28.03.2018

Gestern hab ich auf YouTube ein Video gesehen, dass mir so viel neue Power und Antrieb gegeben hat! Deswegen teile ich das sehr gerne mit euch, in der Hoffnung, dass es den einen oder die andere von euch ebenfalls inspiriert 🙂

Ein Mann hatte eine tolle Erfahrung in seinem Leben gemacht und wollte diese mit anderen teilen. Er fragte sich, wo er wohl in einem Jahr stehen würde in seinem Leben, wenn er von dem heutigen Tag an, jeden Tag für ein ganzes Jahr (und dann natürlich darüber hinaus 🙂 ) etwas tut – eine Leidenschaft ausübt oder einen lang gehegten Traum beginnt zu realisieren – und fokussiert und regelmäßig daran arbeiten würde.

Nach einem Jahr stand er an einem komplett anderen Punkt in seinem Leben, hatte seine Leidenschaft zum Beruf gemacht, auf dem Weg viel neues gelernt und konnte kaum glauben, wie viel er in dieser Zeit tatsächlich erreicht hatte und wie glücklich er nun war mit sich und seinem Leben!

In der Message von ihm geht es hauptsächlich darum, EINFACH ZU BEGINNEN! Nicht auf den Tag X zu warten, wenn die Bedingungen besser sind, wenn man diese eine Sache besser beherrscht, perfekt geworden ist darin, wenn man mehr und bessere Ideen hat, wenn man seine Selbstzweifel endlich überwinden konnte, etc., etc. Ihr kennt diese Gedanken sicher selber.

Und ich möchte auch euch jetzt dazu ermutigen, einfach zu beginnen! Der Weg ist das Ziel und wenn man EINFACH MAL beginnt, dann werden sich mit der Zeit von alleine neue Wege eröffnen. Neue Ideen werden sprießen, die Selbstsicherheit nimmt zu. Niemand hat perfekt begonnen, jeder macht seinen Weg und kann nur besser in einer bestimmten Sache werden, wenn er überhaupt erst einmal begonnen hat und sich damit auseinandersetzt! Wenn man Biss zeigt und dran bleibt, dann kann jeder etwas Großartiges leisten in diesem folgenden Jahr und darüber hinaus – davon  bin ich total überzeugt ❤

Mutig voran, ihr Lieben! Ich habe es mir auch zu Herzen genommen.

Herzliche Grüße
Cecilia


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Black saturday

24.03.2018

Heute ist ein echt schlimmer Tag. Einer von den wirklich, wirklich schlimmen. Wo ich den Tag heulend im Bett verbringe. Es gibt nur noch düstere Gedanken. Einige davon wirklich sehr düster.

Aber kein Wunder. Ohne irgendwelche Zukunftsperspektiven. Heute mit Cubano geredet und wir kommen auf absolut keinen grünen Zweig mehr. Ich kann ihm nicht mehr helfen und er hat absolut nichts, womit er sich nochmals etwas aufbauen könnte.

Ich sehe es so langsam ein. Es soll wohl nicht sein, wir hatten nie eine Chance 😦

Ich hasse solche Tage wie der heutige. Da komm ich aus der Abwärtsspirale nicht mehr raus. Und dabei merke ich ja selber, dass ich darin gefangen bin. Mein Gehirn sagt mir, dass es morgen bestimmt besser aussieht und ich das jetzt einfach aussitzen sollte und ruhig bleiben sollte.

Aber ja, selbst der größte Optimist – und zu der Sorte Mensch gehöre ich sowieso überhaupt nicht! – würde bei uns keine Zukunftsperspektive mehr entdecken können.

Und genau heute ist es noch so schönes, sonniges Wetter. Man hat sozusagen nur alleine deswegen schon ein schlechtes Gewissen im Bett zu liegen, weil es so schön hell durch die Fensterläden scheint! Und weil man überall suggeriert bekommt, dass an einem solchen Tag alllllle draußen sind und die Sonne genießen. Alle lachen und sind glücklich…..

Das nervt gerade alles. Ich bin entschlossen, jetzt ins Bett zu gehen, um einfach eine Weile nicht mehr in meinem verhunzten Leben zu sein und mich in eine Traumwelt flüchten zu können.

Gute Nacht.
Cecilia


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Kurzfassung, Chaos im Kopf

23.03.2018

Ich wollte heute unbedingt einen Beitrag schreiben, auf Biegen und Brechen! Da ich keine lange Abhandlung zustande bringe heute und meine Gedanken im Kopf Purzelbäume schlagen und alles durcheinander ist, gibt es für einmal ein bunter Mix aus Telegramm-Stil Nachrichten:

Habe mit Cubano schöne Textnachrichten ausgetauscht heute. Die waren voll mit Verständnis, Liebe, Fürsorge und Zusammengehörigkeitsgefühl. Wunderschön und gab richtig viel Kraft! Selbst in den dunkelsten Stunden können wir uns so gegenseitig immer Kraft schenken. Das ist wirklich etwas besonderes… eine Energie die nicht versiegt und von der man immer Kraft schöpfen kann. Wahnsinn.

Fazit vom heutigen Tag: auch wenn man NICHTS mehr hat im Leben, wenn das ganze Leben regelrecht auseinanderbröckelt, kein Stein auf dem anderen bleibt und es auf jeder nur erdenklichen Ebene im Leben und kracht und poldert – dann hat man immer noch sich selber. Man ist auf sich selber zurückgeworfen. Da kommt die Frage auf: WAS ist man, wenn man nichts mehr hat? Was macht MICH AUS? ICH, ohne die ganzen Maskeraden und Mauern, die sich wohl jeder sorgfältig errichtet im Leben?

Eine schwierige, sehr schwierige Zeit kommt auf mich zu. Werde ich es schaffen? WIE werde ich es schaffen. und als WAS komme ich danach daraus hervor? Ich glaube, ich steche mir ein Tattoo von einem Phönix, wenn ich aus dieser ganzen Misere raus bin 🙂 Der Phönix hat sich aus der Asche erhoben und fliegt strahlend und wunderbar neu erschaffen durch die Lüfte 😀

Ferien im Juni in Kuba fallen wohl ins Wasser. Tja, schön wär’s gewesen. Erstaunlich wie man mit der Zeit immer weniger Ansprüche hat ans Leben. Ich erinnere mich noch sehr gut daran, als ich 2-3 Mal im Jahr in die Ferien ging. Das war „normal“ für mich. Wenn ich nur einmal im Jahr in die Ferien gehen konnte, hab ich schon gejammert! Tja, wach auf im wahren Leben, Prinzessin!

In meinem Kopf schwirren tausend Gedanken… kann kaum einen richtig festhalten, schon kommen die nächsten. Ich sehne mich nach Ruhe und ein bisschen weniger Druck auf den Schultern. Es wird dann bestimmt irgendwann für mich so sein, wie wenn man über eine lange Zeit einen schweren Rucksack getragen hat: wenn man ihn endlich ablegen kann, geht man wie auf Wolken, man fühlt sich leicht und beschwingt. SO werde ich mich dann auch fühlen, wenn mein Leben wieder in besseren Bahnen und ohne diese vielen Probleme verläuft, wie jetzt gerade. Ich freue mich darauf! Ob ich das einmal visualisieren sollte? Mir in Gedanken vorstellen, wie ich dann frei von aller Last hüpfend und leicht durch die Welt spaziere? Ich war bisher eher schlecht in diesem Visualisierungs-Dings, aber es soll ja tatsächlich helfen.

Ich glaube daran, dass jeder Mensch, jedes Lebewesen eine Bestimmung hat im Leben. Deswegen soll ich wohl an diesem Punkt sein, an dem ich jetzt bin. Das beste was ich wohl daraus machen kann, ist, soviel wie möglich zu lernen und mitzunehmen von meiner Situation. Es anzunehmen wie es ist und nach Lösungen und Auswegen zu suchen, anstatt täglich ab den Sorgen und Problemen zu verzweifeln. Mich zu fragen, WIESO ich in dieser Situation bin und WAS ich daraus lernen soll. Ich habe da auch schon einiges erkannt, was ich ohne die Probleme der letzten Zeit niemals für mich entdeckt oder gelernt hätte. Wichtige Sachen über mich und meine Persönlichkeit!

Man wird sehr dankbar für kleine Gesten. Also vermeintlich kleine Gesten! Denn es ist erstaunlich, wie viel man mit einer „kleinen“ Geste bei jemand anderem auslösen kann. Ein Lächeln, ein freundliches Wort, ein Kompliment. Mit etwas ganz kleinem, kann man jemandem den Tag retten. Wieso versuchen wir das nicht alle einmal? Jeden Tag jemandem etwas positives zu sagen oder etwas positive Energie weiterzugeben auf jedwelche Art und Weise.

Mir hat es in der letzten Zeit sehr geholfen, dass ich ein kleines Morgenritual eingeführt habe. Eines, das ich leicht und gut bewerkstelligen kann und das ich nicht nach einigen Tagen schon wieder aufhöre wegen dem inneren Schweinehund. Eine Morgenroutine fühlt sich so an, wie eine kleine Meditation. Die Abläufe sind beruhigend und wirken ausgleichend auf mich. Ich will darüber irgendwann einmal einen Blogbeitrag schreiben. Denn ich denke wirklich, dass das vielleicht noch jemandem helfen kann, so wie es jetzt mir auch hilft. Morgens einigermaßen gut gelaunt aus dem Haus zu gehen, ist schon das A und O vom ganzen Tag 🙂

Liebe Grüße
Cecilia


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Man ist, was man denkt!

17.03.2018

So, selbst WordPress hat etwas gegen meinen neuen Blogbeitrag. Er will mir das Fenster für einen neuen Blogbeitrag einfach nicht öffnen!

So geht es mir schon seit Tagen, alles geht schief, was nur schief gehen kann. Als ob ich das in meiner Situation noch brauchen könnte!!!

Aber auch mein Handy macht frischfröhlich mit in diesem Spiel und meint seit dem neuen blöden Update meines Systems, dass meine Speicherkarte defekt ist. Alle was darauf war, ist weg. Zum Glück war nichts Weltbewegendes darauf.

Achja, auch mein USB Stick hat vor ein paar Tagen plötzlich gemeint, dass er nun wieder komplett leer ist, und neu formatiert werden möchte! Na danke auch! DA hatte ich hingegen etwas Wichtiges darauf, nämlich mein Tagebuch, das ich in einem Worddokument seit Jahren für mich führe. Das letzte Backup davon, hatte ich 2 Wochen vorher gemacht. Also meine ganze jetzige – sehr schwierige – Zeit, die ich dokumentiert und so für mich auch irgendwie versucht habe zu verarbeiten, ist WEG!

Aber ich lasse nicht zu, dass mir das alles meine letzten Kräfte raubt, die ich besitze.

Und ich werde meinen Blogbeitrag so oder so schreiben!!! Merk dir das, liebes WordPress!!! Ich lass mich nicht mehr kleinkriegen oder runterdrücken!

Denn ich habe für mich beschlossen, dass ich in meinen eigenen Möglichkeiten kämpfen werde. So gut, wie ich nur kann und so positiv, wie ich es noch nie zuvor probiert und in Erwägung gezogen habe!

Ich habe diese Menschen immer sehr bewundert, die trotz etlicher Rückschläge immer noch eine positive Einstellung hatten. Die sich aus dem grössten Dreck wieder aufgerappelt haben. Die mit ihrem Schicksal Frieden geschlossen haben und beschlossen haben, das Beste aus ihrer Situation zu machen.

Und ich werde es jetzt auch versuchen. Denn ich sehe nur diesen einen Weg. Den anderen – in meiner Verzweiflung ertrinken und weiterhin monate- oder jahrelang wie ein Häuflein Elend rumzuschleichen – erscheint mir ziemlich brutal und aussichtslos. Es wäre definitiv der einfachere Weg (so verdammt viel einfacher, nicht wahr?)! Aber…. Ich will versuchen stark zu sein! Für mich und Cubano!

Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie oft mein Hirn, während ich diesen Text schreibe, mir schon eingeflüstert hat, dass ich das ja sowieso nicht schaffen werde. Dass ich schwach werde und aufgeben werde. Dass ich meine Ziele sowieso nicht erreichen kann, weil es UNMÖGLICH erscheint. Dass Cubano und ich an einem Punkt sind, an dem es tatsächlich KEINEN Weg mehr gibt.

JA UND? Dann hab ich es wenigstens probiert!!!

Mein wichtigstes Ziel momentan: ganz gesund werden und mein Immunsystem stärken. Ich habe schon viele natürliche Mittel entdeckt, die wirklich der Hammer sind und bin am Austesten, was am besten funktioniert für mich und wie ich diese Mittel am besten zubereiten und einnehmen kann. Denn ich habe einige gesundheitliche Probleme bekommen in den letzten Monaten (ja, wen wundert’s) und möchte diesen in den Hintern treten. Ich will gesund leben und meinen Lifestyle sowie meine alten Gewohnheiten verbessern und den inneren Schweinehund an die kurze Leine nehmen 🙂

Ich habe nicht viel Geld und möchte schauen, ob ich nicht trotzdem alles nötige für mich und meinen Körper tun kann um gesund zu werden – auch mit kleinen Mitteln und wenigen Möglichkeiten. Not macht ja bekanntlich erfinderisch und ich habe schon ein paar Sachen herausgefunden für mich, die ich dann vielleicht einmal mit euch teilen kann. So wird vielleicht irgendwann einmal jemand davon profitieren können 🙂

Wer weiss, vielleicht überrasche ich mich ja selber damit, dass ich endlich einmal eine positive Wendung erfahren darf in meinem Leben!
Denn ich bin der Meinung, dass ich das zu einem gewissen Teil selber in den Händen halte!

Ich werde jeden Tag etwas tun, was mich meinem Ziel ein kleines bisschen näher bringt. Vielleicht bin ich ab und zu motivierter und habe mehr Kraft und Energie. Dann werde ich natürlich mehr tun. Aber mir ist es vorerst wichtig, jeden Tag zumindest ein klitzekleines Stück weiterzukommen.

So werde ich bald nicht mehr an dem Ort stehen, an dem ich jetzt bin. Und die Richtung, ob ich in die gute, positive und gesunde Richtung gehe oder in die entgegengesetzte Richtung, kann ich täglich mit meinem kleinen Schritt neu beeinflussen und den Pfad in die gute Richtung stärken und festigen.

Jeder dieser kleinen Schrittchen entfernt mich mehr von diesem tiefsten aller Punkte, an dem ich jetzt feststecke seit 2 Wochen. Manchmal ist vielleicht auch einfach nur das Stehenbleiben ein kleiner Schritt für mich, weil ich dann nämlich keinen Schritt weiter in meine Verzweiflung und meine dunklen Gedanken und Gefühle gehe. Ich bin darauf gefasst, dass ich anfangs mit ganz kleinen Schritten zufrieden sein muss. Und das werde ich auch sein!

Ich habe im Youtube von einem indischen Doktor etwas sehr gutes gehört, was mich inspiriert hat. Er meinte, dass wir das sind, was wir denken! Das, was wir von uns denken, das werden wir. Wenn jemand uns sagt, wir sollen sofort wütend werden, können wir das nicht. Wenn wir aber an etwas DENKEN, das uns wütend macht, dann werden wir sofort wütend! Wenn uns jemand sagt, wir sollen glücklich sein, dann können wir das ebenfalls nicht und müssen auch da zuerst an etwas Schönes DENKEN – und dann werden wir glücklich.

Sobald mein liebes WordPress funktioniert, werde ich diesen Text veröffentlichen.

Ich wünsche euch allen einen wunderschönen TAG!!! Geniesst das Leben, versucht jeden Tag etwas zu finden, für das ihr DANKBAR sein könnt. Dankbar zu sein für etwas ganz kleines ist so viel schöner und erfüllender als jeden Tag ab seinen Sorgen zu verzweifeln.

Ich werde mir jetzt einen feinen Salat machen mit Quinoa und werde dann ein wenig relaxen vor dem Fernseher. Denn auch das braucht es ab und zu – den Kopf abschalten und den Körper relaxen – trotz aller Probleme und Sorgen, die tagein, tagaus (und auch nachts) in meinem Kopf herumschwirren.

Herzlichst,
Cecilia